Damit der Osten Deutschlands bei der Forschung und Entwicklung besser vorankommt und zum Westen aufschließen kann, will die Bundesregierung ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm auflegen. Unternehmen, die sich mit Themen wie nachhaltiger Mobilität, dem Umbau der Energieversorgung oder anderen Zukunftstechnologien befassen, können sich bewerben.
Bevor der Aufbau Ost und die damit zusammenhängenden Unterstützungszahlungen des Solidarpakts II 2019 auslaufen, möchte die Bundesregierung den ostdeutschen Ländern nochmals einen technologischen Schub verleihen. Da die Länder noch bei der Forschung und Entwicklung noch immer hinter dem Westen hinterherhinken, sollen unter anderem dort ansässige Unternehmen Förderungen bekommen, wenn sie Projekte planen, "die sich den großen Herausforderungen der Zukunft stellen", meldet das Bundesforschungsministerium.
Mit dem Programm unter dem Titel "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" wolle man "die in den ostdeutschen Bundesländern aufgebauten Kompetenzen weiter stärken", sagte ein Sprecher des Bundesforschungsministeriums und bestätigte damit einen Bericht der Zeitschrift "Superillu". Der Öffentlichkeit soll das Förderprogramm erst am 22. August in Dresden vorgestellt werden. Details sind deshalb noch nicht bekannt.
Den ostdeutschen Innovationsprozess im Blick
Fest steht nach einem Bericht der "Welt" jedoch, dass sich Firmen und Netzwerke von Unternehmen und der Wissenschaft im Rahmen eines Wettbewerbes bewerben können. Diese Firmen müssen sich jedoch mit einem der Themen beschäftigen, die laut der "Hightech-Strategie 2020" der Bundesregierung als Zukunftsthemen gelten. Denn das Förderprogramm gehört einerseits zur Innovationsinitiative "Unternehmen Region" und ist andererseits eingebettet in die "Hightech-Strategie 2020", die sich den besonderen Herausforderungen im ostdeutschen Innovationsprozess annimmt.
Auf der letzten Station ihrer Sommerreise durch die deutschen Bundesländer wird Bundesforschungsministerin Schavan am 22. August in Dresden Station machen und das Programm, das bereits ab 2013 starten soll, vorstellen. Wie Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer in der "Welt" mitteilte, könnte es das letzte große Programm sein, das es speziell für die neuen Bundesländer geben wird. Er erinnerte daran, dass aufgrund der kleinteiligen Wirtschaft nur wenig Geld in den Unternehmen selbst vorhanden sei und allein eine Förderung von Forschungsprojekten eventuell zu wenig sei, um zum Westen aufzuschließen. jtw/dapd