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Lohnuntergrenze Mindestlohn für Steinmetze und Steinbildhauer: Das gilt ab Mai 2018

Für die rund 13.000 Arbeitnehmer des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks gilt seit dem Jahr 2013 ein branchenspezifischer Mindestlohn. Ab Mai 2018 gilt ein einheitlicher Mindestlohn in der Branche.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Mindestlohn

Im Spätsommer 2013 wurde ein eigener Mindestlohn für Steinmetze und Steinbildhauer eingeführt. Seitdem ist der Mindestlohn immer wieder gestiegen. Ab Mai 2018 folgt die nächste Stufe. Steinmetze und Steinbildhauer in Ostdeutschland erhalten dann den gleichen Mindestlohn wie die Kollegen in Westdeutschland.

Wie hoch liegt der Mindestlohn für Steinmetze und Steinbildhauer?

Seit 1. Mai 2017 liegt der Branchenmindestlohn für Steinmetze und Steinbildhauer bei 11,20 Euro in den ostdeutschen Bundesländern und bei 11,40 in den westdeutschen Bundesländern und Berlin.

Ab 1. Mai 2018 bekommen Handwerker, die in den ostdeutschen Bundesländern wohnen nochmals eine Erhöhung auf ebenfalls 11,40 Euro pro Stunde. Damit gilt dann ab Mai 2018 ein einheitlicher Mindestlohn für Steinmetze und Steinbildhauer in Deutschland.

Für wen gilt der Branchenmindestlohn?

Der Mindestlohn gilt sowohl für alle in Deutschland arbeitenden Steinmetze und Steinbildhauer, als auch für die nach Deutschland entsandten Beschäftigten von Arbeitgebern der Branche mit Sitz im Ausland.

Grundsätzlich gilt der Mindestlohn für alle Betriebe der Branche, die überwiegend Steinmetzarbeiten im Sinne der Baubetriebs-Verordnung ausführen. Für Betriebe, die teilweise fachframde Arbeiten übernehmen, gibt es Sonderregeln, wenn sie dadurch von einem speziellen Tarifvertrag erfasst werden.

Die Details zu möglichen Sonderregeln können im Tarifvertrag vom 11. Februar 2015 nachgelesen werden.>>>

Wer hat Anspruch auf den Mindestlohn?

Anspruch auf den Mindestlohn haben alle gewerblichen Arbeitnehmer, die eine versicherungspflichtige Tätigkeit ausüben. Nicht erfasst werden
  • Schüler an allgemeinbildenden Schulen mit Ausnahme der Schüler an Abendschulen und - kollegs,
  • Schulabgänger, die innerhalb von 12 Monaten nach Beendigung ihrer Schulausbildung bis zu einer Gesamtdauer von 50 Arbeitstagen beschäftigt werden,
  • gewerbliches Reinigungspersonal, das für Reinigungsarbeiten in Verwaltungs- und Sozialräumen des Betriebes beschäftigt wird.

Der Mindestlohn ist für die im Kalendermonat geleisteten Stunden fällig. Er muss vom Arbeitgeber spätestens zum 15. des Folgemonats gezahlt werden. dhz

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