Fragen des Protektionismus könnten freier diskutiert werden als bei formellen Gipfeltreffen Ramsauer will auf Weltverkehrsforum für deutsches Mautsystem werben

Von Energiewende bis Maut reichen die Themen des 4. Weltverkehrsforums Ende Mai in Leipzig. Der hochrangig besetzte Kongress mit Ressortministern aus mehr als 50 Ländern unter dem Dach der OECD, der jährlich in der Messestadt Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt zusammenbringt, soll unter anderem über die Anpassung der Mobilitätsangebote an die Anforderungen der Gesellschaft diskutieren.

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Ramsauer will auf Weltverkehrsforum für deutsches Mautsystem werben

Berlin (dapd). Von Energiewende bis Maut reichen die Themen des 4. Weltverkehrsforums Ende Mai in Leipzig. Der hochrangig besetzte Kongress mit Ressortministern aus mehr als 50 Ländern unter dem Dach der OECD, der jährlich in der Messestadt Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt zusammenbringt, soll unter anderem über die Anpassung der Mobilitätsangebote an die Anforderungen der Gesellschaft diskutieren. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) als Gastgeber erklärte am Montag, er wolle bei seinen internationalen Kollegen für deutsche Logistik und das Mautsystem werben.

Um ein Ministertreffen der 52 Mitgliedsländer gruppieren sich vom 25. bis 27. Mai im neuen Messezentrum zahlreiche Diskussionsrunden, die zwar keine Kompetenz zur Gesetzgebung haben, aber nach den Worten von Generalsekretär Jack Short wichtige Impulse geben können, etwa zu emissionsfreiem Warenverkehr oder logistischen Problemen des Gütertransports zwischen Europa und Asien.

Auch Fragen des Protektionismus könnten freier diskutiert werden als bei formellen Gipfeltreffen. "Wir argumentieren mit Nachdruck, dass die Liberalisierung des globalen Verkehrs mehr Vorteile bringt als der vermeintliche Schutz nationaler Interessen", sagte Short mit Blick auf weltweit anhaltende Versuche, ausländische Unternehmen aus nationalen Märkten fernzuhalten.

Ramsauer sagte, es gehe darum, gemeinsam Ideen zu entwickeln, "um die Mobilität von morgen klug zu gestalten". Als Herausforderungen nannte er "brandaktuelle Themen wie Energiewende, Kraftstoffe und alternative Antriebstechnologien und natürlich den erwarteten Verkehrszuwachs bis 2050". In diesem Jahr solle ein Fokus auf Güterverkehr und Logistik sowie Außenwirtschaft gesetzt werden, kündigte der CSU-Politiker an.

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