Zentralverband des Deutschen Handwerks Prüfungen garantieren Vertrauen in das Berufsbildungssystem

Das Handwerk ist gegen die Modularisierung von Prüfungen. "Nur eine umfassende Abschlussprüfung vor einem Prüfungsausschuss beweist, dass ein Prüfling die notwendigen Fähigkeiten erworben hat, um beruflich bestehen zu können", unterstreicht Handwerkspräsident Otto Kentzler anlässlich des ersten Prüfertages des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Für das Handwerk garantieren allein Prüfungen das Vertrauen in das deutsche Berufsbildungssystem.

Prüfungen garantieren Vertrauen in das Berufsbildungssystem

Ein Zeugnis für zuvor bei einzelnen Ausbildungsmodulen gesammelte Zertifikate entspricht nicht den hohen Qualitätsanforderungen im Handwerk. Auch Prüfungen in Einzelbetrieben, wie sie von Großunternehmen immer wieder gefordert werden, sind für das Handwerk keine Alternative. "Für uns ist es wichtig, dass das Prüfungszeugnis betriebsunabhängig ist und damit überall anerkannt wird", erklärt Kentzler.

"Prüfungen sind bei den Kammern und Innungen des Handwerks in guten Händen", so der Handwerkspräsident. Die Organisation und Durchführung der Prüfungen durch die Handwerksorganisation stellt sicher, dass Lernerfolg und Leistungsstand objektiv und fair dokumentiert werden. Dazu sind im Handwerk rund 106.000 ehrenamtliche Prüfer und Prüferinnen in Gesellen-, Meister- und sonstigen Fortbildungsprüfungsausschüssen tätig.

Mit dem Prüfertag setzt sich der ZDH nachhaltig für den Erhalt und die Steigerung von Prüfungsstandards ein, mit denen die Kammerprüfungen zukunftsfähig bleiben. Der Prüfertag stellt neue Qualitätsansätze und Innovationen im Prüfungswesen vor und bietet Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Lehrern aus den Prüfungsausschüssen die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle Anforderungen und Herausforderungen.

dhz