Auch im November war die Inflationsrate maßgeblich von der Preisentwicklung bei den Energiekosten bestimmt. Um rund 11 Prozent verteuerten sich Energieprodukte wie Kraftstoffe und Haushaltsenergie im Jahresvergleich. Obwohl sich die Inflationsrate im zweiten Monat in Folge etwas abgeschwächt hat, liegt sie noch immer über der kritischen Zwei-Prozent-Marke.

Im Oktober dieses Jahres lag die Inflationsrate noch bei 2,5 und im September sogar bei 2,6 Prozent. Der November bringt mit einem Wert von "nur noch" 2,4 Prozent also schon einen Fortschritt. Da der Wert aber weiter über der von Finanzexperten als "kritisch" betrachteten Marke von 2 Prozent liegt, gibt es keine Entwarnung. Die Verbraucherpreise steigen nach Angaben des Statistischen Bundesamts weiterhin an.
Ohne die hohen Energiekosten: Inflation bei 1,4 Prozent
Die stärkste Preistreiber ist dabei die Energie. Hier stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent . Wie stark der Einfluss der Energiekosten wirklich ist, zeigt eine Berechnung der Statistikexperten des Bundesamts: Lässt man die Preisentwicklung der Energieksoten unberücksichtigt, würde die Inflationsrate für November 2011 nur einen Wert von 1,4 Prozent erreichen. Im einzelnen sieht die Preisentwicklung der Energiekosten im Jahresvergleich wie folgt aus:- Kraftstoffe: + 11,3 Prozent
- Haushaltsenergie: + 11,1 Prozent
- leichtes Heizöl: + 28,5 Prozent
- Umlagen der Zentralheizung und Fernwärme: + 10,8 Prozent
- Strom: + 6,9 %
- Gas: + 6,7 Prozent
Nur wenig angestiegen sind im vergangen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamts die Preise für Dienstleistungen insgesamt mit + 1,1 Prozent. Bestimmend war hier weiterhin die Preisentwicklung bei Nettokaltmieten mit + 1,2 Prozent, für die private Haushalte gut ein Fünftel ihres Gesamtbudget ausgeben. dhz