Die Verbraucher in Deutschland haben im September wieder tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Preisanstieg beschleunigte sich nach der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts auf 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Preise steigen deutlich
Vor allem starke Preiserhöhungen bei Heizöl, Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse hätten die Teuerungsrate wie in den Vormonaten maßgeblich bestimmt, erklärten die Statistiker. Das Bundesamt will ausführliche Ergebnisse am 12. Oktober veröffentlichen. Die Zahlen aus einigen Bundesländern zeigen einen Anstieg der Heizölpreise um 23 Prozent. Kraftstoffe kosteten etwa 10 Prozent mehr, Lebensmittel bis zu 3,1 Prozent.
Nach den vorgelegten Berichten der Statistikbehörden aus sechs Bundesländern reicht die Spanne der Inflationsrate im September von 1,1 Prozent in Hessen und Nordrhein-Westfalen bis zu 1,5 Prozent in Sachsen. Für Hessen und Sachsen sind das den Angaben zufolge die bisher höchsten Inflationsraten in diesem Jahr. Dazwischen lagen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit einer Teuerungsrate von jeweils 1,3 Prozent sowie Bayern mit 1,4 Prozent.
Nach der für europäische Zwecke berechneten harmonisierten Version lag der Verbraucherpreisindex in Deutschland im September ebenfalls bei 1,3 Prozent nach 1,0 Prozent im August, wie das Bundesamt weiter mitteilte.
dapd