Die starken Preisschwankungen bei Heizöl und Kraftstoffen machen es möglich: Preise sind im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat erstmals seit 1987 wieder gefallen.
Preise sinken erstmals seit 1987
Die Verbraucherpreise sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Eine so niedrige Inflationsrate wurde in der Bundesrepublik seit der Wiedervereinigung noch nicht berechnet, im früheren Bundesgebiet zuletzt im Frühjahr 1987.
Damit fiel der Rückgang allerdings niedriger aus, als zunächst vom Statistischen Bundesamt erwartet. Ende Juli hatten die Statistiker unter Berufung auf Daten aus sechs Bundesländern sogar von einem Rückgang von 0,6 Prozent gesprochen. In den Vormonaten Juni und Mai waren die Verbraucherpreise auf Jahressicht noch um 0,1 Prozent gestiegen beziehungsweise hatten bei 0,0 Prozent stagniert. Im Vergleich zum Vormonat Juni blieb der Verbraucherpreisindex im Juli unverändert.
Starke Preisschwankungen bei Heizöl und Kraftstoff
Die negative Inflationsrate wird nach Angaben der Experten nach wie vor maßgeblich durch besonders starke Preisschwankungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen geprägt. Die erneute Preissenkung bei Mineralölerzeugnissen gegenüber Juni bewirkt, dass diese Preise aktuell weit unterhalb der Rekordniveaus aus dem Vorjahr liegen. Des Weiteren ist auch der seit einigen Monaten zu beobachtende Preisrückgang bei Nahrungsmitteln eine wesentliche Ursache für die niedrige Teuerungsrate.
ddp