DPolG-Chef Wendt sieht keine neuen Argumente für Stärkung der Sicherheitsbehörden Polizeigewerkschaft kritisiert deutsche Debatte nach Anschlag

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die politische Debatte in Deutschland nach dem Doppelanschlag in Norwegen scharf kritisiert. Es sei falsch, dieses "schreckliche Verbrechen mit politischen Forderungen und Diskussionen zu relativieren", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt am Dienstag "Handelsblatt Online".

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Polizeigewerkschaft kritisiert deutsche Debatte nach Anschlag

Düsseldorf (dapd). Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die politische Debatte in Deutschland nach dem Doppelanschlag in Norwegen scharf kritisiert. Es sei falsch, dieses "schreckliche Verbrechen mit politischen Forderungen und Diskussionen zu relativieren", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt am Dienstag "Handelsblatt Online". "Wir sollten uns ein Beispiel am norwegischen Volk nehmen, das die Nerven behält, und mitfühlen und gemeinsam trauern", forderte er.

Die Argumente für eine Stärkung der deutschen Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Extremismus und Gewalt seien zudem nicht neu, sagte Wendt. Schon deshalb seien in der gegenwärtigen Situation "Forschheit und Lautstärke", in der über Konsequenzen aus den Ereignissen in Norwegen diskutiert werde, "völlig unangemessen".

dapd