Die Berliner Polizei hat am Wochenende möglicherweise eine rechtsextreme Aktion am Denkmal für die ermordeten Juden Europas verhindert. Nach einer rechtsgerichteten Kundgebung am Samstag im Stadtteil Tiergarten hätten zwölf der Teilnehmer das Stelenfeld betreten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Beamte seien sofort eingeschritten und hätten Platzverweise erteilt.
Polizei verweist Rechte aus Holocaust-Mahnmal
Berlin (dapd). Die Berliner Polizei hat am Wochenende möglicherweise eine rechtsextreme Aktion am Denkmal für die ermordeten Juden Europas verhindert. Nach einer rechtsgerichteten Kundgebung am Samstag im Stadtteil Tiergarten hätten zwölf der Teilnehmer das Stelenfeld betreten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Beamte seien sofort eingeschritten und hätten Platzverweise erteilt. Die Gruppe habe sich daraufhin zerstreut.
Gegen einen Teilnehmer der vorangegangenen Kundgebung ermittelt die Polizei wegen Beleidigung. Der 26-Jährige soll gegenüber einem Beamten aus einer Einwandererfamilie geäußert haben, von einem Ausländer lasse er sich nichts sagen. Der Polizist hatte in aufgefordert, zum Versammlungsort in der Stauffenbergstraße zurückzukehren.
Seit seiner Eröffnung im Mai 2005 war das unweit des Brandenburger Tors gelegene Holocaust-Mahnmal wiederholt mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Das vom amerikanischen Architekten Peter Eisenman auf einem 19.000 Quadratmeter großen Areal geschaffene Mahnmal ist den sechs Millionen ermordeten Juden Europas gewidmet. Es besteht aus einem begehbaren, wellenförmig angelegten Feld von mehr als 2700 Betonstelen und einem unterirdischen "Ort der Information", der vor allem das Schicksal der Opfer dokumentiert.
dapd
