Die meisten Bürger fühlen sich nach dem Tod bin Ladens nicht sicherer als zuvor "Politbarometer": Für Mehrheit ist Terrorgefahr nicht gesunken

Die weltweite Terrorgefahr ist nach Ansicht der Deutschen auch nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden nur wenig gesunken. Das zeigt das aktuelle ZDF-"Politbarometer", das der Sender am Freitag veröffentlichte. 91 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht damit rechneten, dass es weltweit weniger Terroranschläge geben werde.

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"Politbarometer": Für Mehrheit ist Terrorgefahr nicht gesunken

Berlin (dapd). Die weltweite Terrorgefahr ist nach Ansicht der Deutschen auch nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden nur wenig gesunken. Das zeigt das aktuelle ZDF-"Politbarometer", das der Sender am Freitag veröffentlichte. 91 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht damit rechneten, dass es weltweit weniger Terroranschläge geben werde. Lediglich 6 Prozent glauben, dass die Gefahr von Anschlägen geringer geworden ist.

Mehr als die Hälfte der Befragten fürchtet auch in Deutschland Terroranschläge. 54 Prozent der Befragten glauben, dass es in nächster Zeit auch hierzulande Anschläge geben könnte, 43 Prozent geht nicht davon aus.

Dabei sind die meisten Befragten mit den staatlichen Vorkehrungen zufrieden: 68 Prozent - und auch Mehrheiten der Anhänger aller Parteien - sind der Meinung, zum Schutz vor Terror werde genug getan. Nur 22 Prozent bezweifeln dies. Es werde zu viel getan, sagt 1 Prozent, und 9 Prozent können das nicht beurteilen.

Die auch innerhalb der Regierungsparteien umstrittene Frage einer Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze befürworten dennoch 79 Prozent der Befragten. Demnach sollen diese Gesetze, die unter anderem die Abfrage von Telefon-, Bank- und Flugdaten durch Polizei und Sicherheitsbehörden erlauben, auch über Anfang 2012 hinaus gelten. Nur 16 Prozent wenden sich gegen eine Verlängerung.

dapd