opti 2013 Plädoyer für die Sportbrille

Beim Sport verzichten viele Menschen auf eine Brille, obwohl sie eigentlich Brillenträger sind. Die Gründe dafür lassen sich nur erahnen. Ein Grund kann es in jedem Fall nicht sein: das Design. Auf der "opti 2013" in München wurden die Sportbrillen für die nächste Saison gezeigt und hier blieben in puncto Lifestyle und Coolness keine Wünsche offen.

Daniela Lorenz

Die neuesten Brillenmodelle werden auf der "opti 2013" in München präsentiert. - © Foto: GHM

Für jede Sportart gibt es inzwischen die geeignete Sportbrille. Sie schützt die Augen vor Sonne, Wind, Schweiß, Schmutz, Insekten und auch vor Verletzungen. Josef May, Vorsitzender des Industrieverbandes Spectaris, sieht hier großes Marktpotenzial. Noch verzichteten nämlich 15,6 Millionen Menschen auf eine geeignete optische Brille beim Sport oder trügen ihre Alltagsbrille, die für sportliche Aktivitäten aber ungeeignet sei. Lediglich 6 Prozent oder 2,4 Millionen Menschen trügen eine optische Sportbrille, benötigen würden aber 18 Millionen eine Sehhilfe beim Sport.

Dabei hilft die Sportbrille mit Korrektion beim schnelleren Erkennen von Situationen, sie verbessert das Kontrastsehen – etwa den grün-weiß-Kontrast beim Golfspielen. Und nicht zuletzt hilft die richtige Sportbrille bei der Koordination von Auge und Hand und gleicht Lichtschwankungen aus. Man erinnere sich nur an das olympische Finale im Beachvolleyball in London im vergangenen Jahr. Die Deutschen Julius Brink und Jonas Reckermann gewannen mit Sportbrillen.

Das Potenzial für Sportbrillen in Deutschland ist also noch lange nicht ausgeschöpft. Viele Sportfachgeschäfte kooperierten inzwischen mit Augenoptikern, die in den Sportgeschäften auf einer eigenen Fläche Brillen verkauften.

Wichtig sei es auch, Eltern darauf hinzuweisen, dass es allein im Schulsport rund 10.000 Unfälle im Jahr ereignen, die die Augen betreffen. Ein Großteil von ihnen wäre nach Angaben des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA) durch eine passende Sportbrille zu vermeiden. "Die normale Alltagsbrille ist für den Schulsport ungeeignet", sagt Thomas Truckenbrod, Präsident des ZVA, "hier ist Aufklärungsarbeit nötig, um zu zeigen, wie wichtig eine Sportbrille für die Gesundheit des Kindes ist." Da die Krankenkassen die Kosten einer Sportbrille nicht übernehme, solle man sich von einem Augenoptiker beraten lassen. Für Kinder werden spezielle Sportbrillenmodelle angeboten, die auf ihre schmaleren Gesichter zugeschnitten sind.

Die opti, die internationale Messe für Optik und Design fand vom 25. bis 27. Januar in München statt. 2014 läuft die Messe vom 10. bis 12. Januar.