Dank eines Sparprogramms ist der Gewinn beim Schweizer Pharmakonzern Roche im ersten Halbjahr weniger stark geschrumpft als befürchtet. Der Überschuss sank nach Konzernangaben zwar um fünf Prozent auf 5,26 Milliarden Schweizer Franken (4,5 Milliarden Euro), Analysten hatten aber mit lediglich 4,95 Milliarden Franken gerechnet. In lokalen Währungen legte der Gewinn sogar um zehn Prozent zu.
Pharmakonzern Roche spart gegen starken Franken an
Basel (dapd). Dank eines Sparprogramms ist der Gewinn beim Schweizer Pharmakonzern Roche im ersten Halbjahr weniger stark geschrumpft als befürchtet. Der Überschuss sank nach Konzernangaben zwar um fünf Prozent auf 5,26 Milliarden Schweizer Franken (4,5 Milliarden Euro), Analysten hatten aber mit lediglich 4,95 Milliarden Franken gerechnet. In lokalen Währungen legte der Gewinn sogar um zehn Prozent zu. Der Konzernumsatz fiel von 24,64 Milliarden auf 21,67 Milliarden Franken.
Die Aufwertung des Franken habe sich "deutlich" auf das Ergebnis ausgewirkt, erklärte Roche am Donnerstag. Da aber auch der Großteil der Kosten außerhalb der Schweiz anfalle, sei der Effekt teilweise aufgefangen worden. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern nun ein Wachstum beim Kerngewinn je Aktie von rund zehn Prozent in lokalen Währungen an. Im ersten Halbjahr lag dieser Wert mit 6,68 Franken um vier Prozent im Minus, wechselkursbereinigt legte er jedoch um zehn Prozent zu.
Roche-Chef Severin Schwan zeigte sich vor allem mit den Einsparungen zufrieden: Im ersten Halbjahr seien so rund 950 Millionen Franken zusammen gekommen. Die Reorganisation und die Schließung von Standorten in den USA, Österreich, Deutschland und der Schweiz verlaufe planmäßig. Im Herbst hatte Roche angekündigt, über die beiden kommenden Jahre rund 4.800 Stellen zu streichen.
Die Verkäufe im umsatzstärksten Pharmageschäft fielen den Angaben zufolge wechselkursbereinigt um ein Prozent. Die Sparte Diagnostics legte demnach in lokalen Währungen um fünf Prozent zu. Zur Entwicklung neuer Medikamente hieß es, es gebe sehr gute Fortschritte bei allen sieben Präparaten in Phase-III-Studien.
dapd
