Nach dem Hochwasser Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen gefordert

Das Hochwasser im Juni 2013 hat Milliardenschäden verursacht. Bislang ist für solche Naturkatastrophen der Steuerzahler eingesprungen, doch das könnte sich bald ändern. Im Gespräch ist nun die Pflichtversicherung für Elementarschäden.

Als Konsequenz aus den Milliardenschäden nach dem Hochwasser 2013 fordert Sachsen-Anhalts Justizministerin eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer. - © Foto: Gina Sanders/Fotolia

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) möchte den Versicherungsschutz gegen Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen verbessern, damit die Folgen, die etwa durch das schlimme Hochwasser vor einem Jahr, für den Bund finanziell nicht mehr so stark ausfallen. Bislang spricht er davon, dass eine „möglichst große Verbreitung von Elementarschadensversicherungen wünschenswert“ wäre. Das sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“.

Risikozonen sollen Kosten bestimmen

Während er jedoch davon spricht, dass eine solche Versicherung für jeden bezahlbar bleiben müsse und dass den Versicherten nicht so hohe Selbstbehalte zugemutet werden, fordert Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) bereits eine Pflichtversicherung für alle Hausbesitzer. Ihrer Meinung nach ist es ungerecht, wenn alle Steuerzahler für Schäden durch Hochwasser, Sturm oder andere Naturkatastrophen zahlen müssen.

An diesem Mittwoch trifft sich Maas mit den Justizministern der Länder und möchte die - bei Frage einer Pflichtversicherung für Elementarschäden klären. Die Versicherungswirtschaft hat ein Modell vorgeschlagen, wonach alle Gebäude in vier Risikozonen eingeordnet werden. Die Kosten würden im Jahr zwischen 100 und 1.600 Euro für ein Einfamilienhaus im Wert von 330.000 Euro liegen. dpa/dhz

Wie geschädigte Handwerksbetriebe die Situation nach dem Juni-Hochwasser 2013 gemeistert haben, lesen Sie hier.