Mit einer rund 80-minütigen, teilweise sehr persönlichen Rede, hat sich Peter Müller als Vorsitzender der CDU Saar am Freitagabend von seiner Partei verabschiedet. Dabei zog er vor den rund 400 Parteitagsdelegierten sowie zahlreichen weiteren Gästen in Dillingen eine positive Bilanz vor allem in der Wirtschafts- und Bildungspolitik während seiner über 15-jährigen Amtszeit als Landesparteichef.
Peter Müller verabschiedet sich mit persönlicher Bilanz
Dillingen/Saar (dapd-rps). Mit einer rund 80-minütigen, teilweise sehr persönlichen Rede, hat sich Peter Müller als Vorsitzender der CDU Saar am Freitagabend von seiner Partei verabschiedet. Dabei zog er vor den rund 400 Parteitagsdelegierten sowie zahlreichen weiteren Gästen in Dillingen eine positive Bilanz vor allem in der Wirtschafts- und Bildungspolitik während seiner über 15-jährigen Amtszeit als Landesparteichef. Er mahnte zugleich seine Partei, Politik aus ihrem "Markenkern", nämlich einem christlichen Menschenbild heraus, zu gestalten.
Zu Beginn seiner Amtszeit als Parteichef 1985 und bei seinem Amtsantritt als Ministerpräsident 1999 habe das Land "jede Menge Abstiegsplätze" im bundesweiten Vergleich innegehabt, das habe teilweise nicht einmal "für einen Relegationsplatz" gereicht. Inzwischen sei das Land eines der wachstumsstärksten in Deutschland und habe die höchste Beschäftigung seit Jahrzehnten.
Als eine der schwersten Situationen seines politisches Lebens nannte Müller die schweren bergbaubedingten Erderschütterungen vor drei Jahren, die zum Ausstigesbeschluss aus dem Saarbergbau bis Mitte 2012 geführt hatten. Damals sei auch seine Familie heftig bedrängt worden. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung appellierte Müller, politische Auseinandersetzungen auf politischer Ebene auszutragen und "das private Umfeld der Menschen außen vor" zu lassen.
Als Nachfolgerin Müllers hatte der Parteivorstand einstimmg Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nominiert. Ihre Wahl ist für Samstagmorgen vorgesehen.
dapd
