Studie Ostwirtschaft bleibt lange unter Westniveau

Die wirtschaftliche Angleichung der neuen Länder an den Westen kommt bis 2025 voraussichtlich nur langsam voran.

Ostwirtschaft bleibt lange unter Westniveau

Eine Studie der HypoVereinsbank zur Ökonomischen Bilanz Ostdeutschlands nach 20 Jahren ergab laut der "Thüringer Allgemeinen", dass die neuen Länder auch 2025 lediglich 75 Prozent der Leistungskraft Westdeutschlands erreichen. Derzeit liegt die Wirtschaftskraft im Osten bei 71 Prozent (BIP pro Kopf).

Dieses Szenario gelte zudem nur, wenn sich die neuen Länder weiterhin so gut entwickelten wie in den vergangenen fünf Jahren. Auch könne die Ost-Wirtschaft selbst dann bis 2025 die Angleichung nicht ganz erreichen, wenn sie jährlich nominal um drei Prozent stärker wachsen würde als die Wirtschaft im Westen. In diesem von der Bank als "unrealistisch" eingeschätzten Szenario läge die Leistungskraft Ost 2025 bei 95 Prozent des Westniveaus.

Insgesamt zieht die Analyse eine gemischte Bilanz des ökonomischen Angleichungsprozesses. Zwar gebe es eine "kontinuierlich aufwärts gerichtete Entwicklung" seit dem Mauerfall, auch sei die Infrastruktur im Osten vorbildlich, die Unternehmen weltmarktfähig und die Lohnstückkosten lägen unter Westniveau. Negativ schlage zu Buche, dass die Unternehmen zu oft nur als verlängerte Werkbänke westdeutscher oder internationaler Unternehmen dienten.

ddp