Tausende Ostermarschierer haben in ganz Deutschland für Frieden und gegen Atomkraft protestiert. Die Demonstranten forderten in diesem Jahr neben dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan auch eine Waffenstillstand in Libyen. Außerdem verlangten sie die Abschaffung von Atomwaffen und das endgültige Aus für Kernkraftwerke.
Ostermärsche für Frieden und gegen Atomkraft
Berlin (dapd). Tausende Ostermarschierer haben in ganz Deutschland für Frieden und gegen Atomkraft protestiert. Die Demonstranten forderten in diesem Jahr neben dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan auch eine Waffenstillstand in Libyen. Außerdem verlangten sie die Abschaffung von Atomwaffen und das endgültige Aus für Kernkraftwerke.
In Berlin zählte die Polizei am Samstag etwa 4.000 Teilnehmer. Friedens- und Umweltgruppen demonstrierten vor den Hauptstadt-Zentralen der AKW-Betreiber für eine Zukunft ohne Kernkraftwerke. Auf Plakaten war zudem zu lesen: "Zivilisten in Libyen vor der NATO schützen", "Stoppt die kriminelle Aggression gegen Libyen" und "Vernichtet die NATO, nicht Muammar Gaddafi".
In der Hamburger Innenstadt versammelten sich rund 750 Menschen zu einer Kundgebung und verlangten der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und einen Waffenstillstand in Libyen. Beim Bremer Ostermarsch wurde gegen den Rüstungsexport und einen angekündigten Nazi-Aufmarsch protestiert.
In Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Osnabrück forderten Friedensaktivisten "Atomwaffen verschrotten - Atomkraft abschalten", wie die "Ostermarsch Info-Stelle" in Frankfurt am Main weiter mitteilte. Auf einer Kundgebung in Düsseldorf wurde demnach gefordert, die Werbung für die Bundeswehr in den Schulen und Hochschulen zu verbieten. In Duisburg startete der dreitägige Ruhr-Ostermarsch.
In Mainz verlangten Friedensinitiativen, das US-Headquarter in Wiesbaden zu verhindern. Unter dem Motto "Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt" zogen laut Polizei knapp 200 Menschen durch die Innenstadt. Die Friedensinitiative Westpfalz verurteilte die weltweiten US-Kriegseinsätze von Ramstein/Landstuhl aus in Afghanistan, dem Irak und nun auch in Libyen. In Saarbrücken wurde der sofortige Abzug der "Saarland Brigade" aus Afghanistan verlangt.
In Ellwangen, Mannheim, Heilbronn, und Stuttgart riefen die Demonstranten zur Solidarität mit dem Kampf für die sozialen und demokratischen Rechte in den arabischen Ländern auf. An der zentralen Kundgebung in Stuttgart beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 800 Personen. Die Polizei sprach von etwa 500 Teilnehmern. Kriege beenden und Atomwaffen abschaffen hieß es auch an vielen Orten in Bayern - etwa in Erlangen, Würzburg, Ansbach, München, Augsburg und Traunstein.
Beim Leipziger Ostermarsch wurde den Angaben der "Ostermarsch Info-Stelle" zufolge "durch das symbolische Umschmieden eines Schwertes zu einer Sichel" an ein zentrales Symbol der Friedensbewegung erinnert. Vor dem Truppenübungsplatz im thüringischen Ohrdruf forderten 150 Menschen ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr.
dapd
