Schnäppchen-Blogs im Internet Osterferien: So kommen Sie günstig in den Urlaub

Die Osterferien stehen vor der Tür. Wer noch kurzfristig günstig wegfahren möchte, sollte einen Blick in spezielle Schnäppchen-Blogs für Reisen im Internet werfen. Oft lassen sich mehrere hundert Euro gegenüber der Buchung im Reisebüro sparen.

Ein Blick in Schnäppchenblogs im Internet lohnt sich. - © Photocreo Bednarek/Fotolia.com

Auf Schnäppchen-Blogs im Internet sind oft sehr günstige Reiseangebote zu finden. Seiten wie Urlaubspiraten, Urlaubsguru, TripTroll, Travel-Dealz, Exbir und Travelox bieten Flüge, Gutscheine, Rabatte für Hotels aber auch Bahn-Angebote, Mietwagen oder Kreuzfahrten an. Das Angebot weitet sich aus. "Wir versuchen immer eine gute Mischung aus allem anzubieten", sagt Sebastian Kaatz von den Urlaubspiraten.

Die Mitarbeiter dieser Seiten sind dabei nur die Vermittler, sie durchsuchen das Netz nach Schnäppchen. Klickt jemand auf den Link, erhalten die Seitenbetreiber eine Provision. Soziale Netzwerke wie Facebook informieren die Nutzergemeinde über aktuelle Angebote.

Buchungssysteme ausgenutzt

Die Anbieter nutzen teilweise die Fehler im Buchungssystem der Airlines aus. "Diese Preise gab es schon immer im Bereich Online-Reisen, aber es hat sich niemand die Mühe gemacht, stundenlang das Netz danach zu durchsuchen", sagt Kaatz. Für Städtereisen und Hotels gebe es immer wieder Gutscheine. "Damit zahlt man für einen Drei-Tage-Trip nach Budapest inklusive Flügen und sehr gutem Hotel manchmal nur sechs Euro."

Flüge werden günstig, wenn Airlines im Last-Minute-Bereich leere Kapazitäten auffüllen, erklärt Travelox-Betreiber Sebastian Tuke. Der Preiskampf ist groß. Die richtig günstigen Flüge kommen jedoch meist durch Fehler im hochkomplexen Buchungssystem der Airlines zustande - durch sogenannte "Error Fares".

Klassischer Fehler: Falsche Eingabe des Preises

Ein klassischer Fehler sei die falsche Eingabe des Preises - zum Beispiel 250 statt 2500 Euro für einen Business-Class-Flug. "Diese sind aber meistens nur sehr kurz buchbar", sagt Johannes Kinast von Travel-Dealz. Häufiger gelinge es, mit einer Kombination verschiedener Airlines und Strecken den teils kräftigen Kerosinzuschlag zu umgehen - das nennt sich "Fuel Dumps". Dadurch ließen sich oft einige hundert Euro sparen, erklärt Tuke. "Und dann gibt es Gabelflüge, mit denen man regelmäßig für 250 bis 400 nach Asien oder für 600 Euro nach Australien komm", sagt Jürgen Wolff von Exbir. Das seien im engeren Sinne keine "Error Fares".

Airline kann Flug verweigern

Das Risiko bestehe immer, dass die Airline den Flug verweigere, sagt Johannes Kinast. "Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit gering." Aufgrund der Vielzahl der ausgestellten Tickets fallen viele Fehlpreise gar nicht auf. "Zu 99,9 Prozent ist man auf der sicheren Seite, sobald man sein E-Ticket ausgestellt bekommen hat", sagt Kaatz von den Urlaubspiraten. Deshalb rät er zur Zahlung per Kreditkarte: "Dann wird einem das E-Ticket sofort ausgestellt."

Automatische Buchungssysteme verringern die Wahrscheinlichkeit, dass der Fehler einem Mitarbeiter der Airline auffällt. Deshalb sollte der Kunde auch nie dort anrufen, um sich den Flug bestätigen zu lassen. Wenn eine Airline den Preis nicht anerkennt, wird meist innerhalb von wenigen Tagen eine Stornierung durchgeführt. Der Passagier erhält sein Geld zurück.

Geringe Verfügbarkeit von Schnäppchen

Es gebe oft nur sehr wenige richtig günstige Angebote, erklärt Kaatz. "Daher gilt hier immer: Wer zu lange überlegt, könnte das Schnäppchen verpassen." Und wer sich zu sehr an eine bestimmte Destination klammert, kann oft lange suchen. Man sollte auch bei den Reisezielen immer flexibel sein.

Generell ist es in der Hauptsaison schwieriger, Schnäppchen zu finden. Bei Linienflügen nennt Kaatz ein bis zwei Monate vor Abflugtermin als günstigen Zeitraum für die Suche. "Charterflüge bekommt man oft ein paar Tage vor Abflug zu unverschämt günstigen Preisen." dpa/dhz