Ostdeutschland fällt im Vergleich mit den westdeutschen Bundesländern wirtschaftlich leicht zurück. Das geht aus dem Bericht zum Stand der Deutschen Einheit 2012 hervor. Jedoch gibt es gute Nachrichten über die Arbeitslosenquote.
Das ostdeutsche Bruttoinlandsprodukt je Einwohner sei von etwa 73 Prozent des westdeutschen Niveaus im Jahr 2010 auf 71 Prozent gesunken, heißt es im "Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit 2012", wie die "Schweriner Volkszeitung" am Samstag berichtete.
Der Bericht soll am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden. Darin erteilt die Regierung den Angaben zufolge einer Verlängerung der Ostförderung über das 2019 hinaus eine deutliche Absage:
"Perspektivisch gehen die Mittel für den Aufbau Ost, bis zum Auslaufen des Solidaritätspakts II 2019, stetig zurück. Die neuen Länder werden von da an ohne spezielle Förderung auskommen müssen."
Arbeitslosigkeit nicht weiter gestiegen
Weiter heißt es, das Wirtschaftswachstum in den ostdeutschen Bundesländern habe 2011 preisbereinigt mit 2,5 Prozent noch immer unter dem Bundesdurchschnitt von 3,0 Prozent gelegen.
Die Arbeitslosenquote im Osten sei aber mit 11,3 Prozent im Jahresdurchschnitt 2011 allerdings auf dem bislang niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. dapd
