DIHK Osten bleibt auf Aufholkurs

Die ostdeutsche Wirtschaft bleibt trotz drastisch gestiegener Energiekosten und eines starken Euros weiter auf Aufholkurs.

Osten bleibt auf Aufholkurs

Die verarbeitende Industrie der neuen Länder werde in diesem Jahr um rund 4,5 Prozent zunehmen und damit erneut knapp über dem Wachstum in Westdeutschland liegen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, der "Leipziger Volkszeitung". Damit nehme der Abstand zwischen Ost und West weiter ab. Erfreulich sei auch, dass in der ostdeutschen Industrie die Beschäftigungsabsichten sogar die höchsten im Bundesvergleich seien.

Das Problem bleibe hingegen der Dienstleistungsbereich, der aufgrund geringer Kaufkraft weniger stark zunehme als in den alten Ländern. Nachdrücklich warnte Wansleben davor, den Standortvorteil geringerer Produktionskosten mit der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns aufzuweichen. Die Unternehmen etlicher Branchen würden sonst ihren Wettbewerbsvorsprung wieder einbüßen. Dadurch gerieten zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr, warnte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

ddp