Frischere Optik, neues Innenleben Opel Vivaro und Renault Trafic: Viele nützliche Details

Opel und Renault setzen ihre Zusammenarbeit im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge fort. Gemeinsam präsentierten die Kooperationspartner ihre neuen baugleichen Modelle – den Opel Vivaro und den Renault Trafic.

Ralf Johanning

Außen schick, innen praktisch: der neue Renault Trafic. - © Foto: Renault

Die Neuen haben nicht mehr viel gemein mit ihren Vorgängern. Die Linienführung ist eine andere und auch die Front kommt jetzt ein wenig aggressiver daher. Das mag auch am großen Kühlergrill liegen. Die Scheinwerfer sind länger gezogen und wirken markanter.

Hohe Wartungsintervalle

Zudem hat sich bei den Fahrzeugen die geschwungene Sichelseitengrafik von Opel durchgesetzt, die schon von den vielen Pkw-Modellen der Marke mit dem Blitz bekannt ist. Die erste Überraschung bietet sich beim Blick unter die Motorhaube. Renault und Opel verzichten auf die Zwei-Liter-Maschinen und setzen jetzt voll auf die 1,6-Liter-Dieselmotoren von Renault. Nach Angaben der Hersteller reduziert sich durch dieses Downsizing-Konzept der Kraftstoffverbrauch. Im Vergleich zum Vorgänger sollen die beiden Einstiegsmodelle mit 90 PS und 114 PS einen Liter Diesel auf 100 Kilometer weniger verbrauchen als ihre Vorgänger.

Hinzu kommen noch Motoren mit 120 PS und 140 PS. Hier setzen Renault und Opel zwei hintereinandergeschaltete, unterschiedlich große Turbolader ein, die je nach Drehzahl einzeln oder zusammen für die Komprimierung der Ansaugluft sorgen. So kommt der Kastenwagen mit 120 PS und einer Start-Stopp-Automatik laut Hersteller auf einen Normverbrauch von 5,9 Litern. Mit der Ausdehnung der Wartungsintervalle für alle Motoren auf 40.000 Kilometer sollen die Betriebs­kosten weiter gesenkt werden.

Dank Duchladeklappe lassen sich Bretter bis 3,74 Metern Länge laden. - © Foto: Opel

Ein weiteres nützliches Detail ist die Durchladeklappe unter dem Beifahrersitz. So hat der Handwerker die Möglichkeit, Bretter mit einer Länge von bis zu 3,75 m bei geschlossenen Türen zu befördern. Bei den Modellen mit langem Radstand passen auch 4,12 m lange Bretter oder Rohre hinein. Die Klappe ist 51 cm breit und 22,8 cm hoch.

Mobiles Büro an Bord

Das Ladevolumen geben die Hersteller mit 5,1 m3 bei einer Höhe von 1,4 m an. Eine höhere Version mit 1,9 m wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr auf den Markt kommen. Hier beträgt dann das Volumen 8,6 m3.

Büro im Cockpit: Halterungen für Smartphone und Tablet und Dokumente. - © Foto: Renault

Nicht nur im Laderaum haben sich die Konstrukteure etwas einfallen lassen. Die Fahrerkabine lässt sich durch viele Einzelheiten zu einem mobilen Büro umwandeln. Dabei soll eine Freisprecheinrichtung schon serienmäßig an Bord sein. Hinzu kommen feste Halterungen für das Smartphone und einen Tablet-PC. Im umklappbaren Mittelsitz steckt auf der Rückseite eine Halterung für einen tragbaren Rechner. Zudem lässt sich ein Klappbrett auf der Rückseite feststecken.

Ein wenig müssen die Kunden auf die neuen Transporter noch warten. Opel will mit dem Verkauf des neuen Vivaro voraussichtlich im August starten, Renault plant die Einführung des Trafic in Deutschland für September. Die Preise stehen noch nicht fest.