Mobilität -

H- und Saisonkennzeichen ab Oktober kombinierbar Oldtimer-Besitzer können bald Kfz-Steuer sparen

Vom 1. Oktober 2017 an erlauben die Zulassungsbehörden die Kombination aus H- und Saison-Kennzeichen. Dann können Oldtimer im Winter abgemeldet werden.

Wie TÜV Nord mitteilt, können dann H-Kennzeichen auch für zwei bis elf Monate genutzt werden. Die pauschale Kfz-Steuer für Oldtimer in Höhe von 191,73 Euro pro Jahr (Oldtimer-Motorräder 46,02 Euro) werde dann anteilig berechnet. Wer also seinen Oldtimer im Winter in der Garage einmottet, kann bares Geld sparen. Beim TÜV Nord rechnet man damit, dass künftig viele Oldtimerfahrer ihr Schmuckstück mit einer H-Zulassung auf die Sommermonate beschränken, um so außerhalb der Saison an der Steuer und an der Versicherung zu sparen.

Wie die Kennzeichen aussehen, steht bereits fest. Sie zeigen hinter dem „H“ die beiden Zahlen, die wie beim Saisonkennzeichen die Gültigkeitsspanne markieren, zum Beispiel 04/10 für den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Oktober.

Das H-Kennzeichen erhalten historische Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden und in einem guten, originalen oder zeitgenössisch restaurierten Zustand sind. Voraussetzung ist ein positives Oldtimergutachten, das das betreffende Fahrzeug als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut auszeichnet – mit der Folge, dass nur eine pauschale Steuer zu entrichten ist, unabhängig von Hubraum und Verbrauch. Zudem dürfen Fahrzeuge mit einem H-Kennzeichen unabhängig von ihrem Schadstoffausstoß in den Umweltzonen deutscher Städte fahren.

Oldtimer richtig bewerten

In Zeiten niedriger Zinsen werden Oldtimer immer öfter zur Geldanlage. Aber was ist ein historisches Fahrzeug wert? Darüber gehen unter Fans und bei Versicherungen die Meinungen oft auseinander. Hilfe verspricht die Dekra mit ihrer Broschüre „Bewertungskriterien für Oldtimer“, die kostenfrei unter www.dekra-classic-services.de zu finden ist. ste

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