Grünen-Parteichef Cem Özdemir hält einen Konsens mit der Bundesregierung beim Atomausstieg für denkbar. Dafür müssten jedoch wichtige Fragen geklärt werden, sagte Özdemir am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".
Özdemir strebt Konsens mit der Bundesregierung beim Atomausstieg an
Köln (dapd). Grünen-Parteichef Cem Özdemir hält einen Konsens mit der Bundesregierung beim Atomausstieg für denkbar. Dafür müssten jedoch wichtige Fragen geklärt werden, sagte Özdemir am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". "Da liegt die Tücke im Detail", fügte er hinzu. Ein Konsens hänge davon ab, was die Regierung vorlege.
Es müssten verbindliche Jahreszahlen für den Ausstieg festgelegt werden. Die Grünen wollen laut Özdemir einen schnelleren Ausstieg als die Bundesregierung. Außerdem sei zu klären, ob die Regierung der Atomindustrie nicht eine "Hintertür" offen halten werde. Noch unklar sei zudem, ob die erneuerbaren Energien gezielt ausgebaut würden.
Die Diskussion über einen möglichen Kanzlerkandidaten der Grünen bezeichnete Özdemir als "absurd". Die Partei werde für die Bundestagswahl 2013 Spitzenkandidaten aufstellen, aber keinen Kanzlerkandidaten. Wichtiger sei es, sich inhaltlich auf die nächste Bundestagswahl vorzubereiten.
Zudem arbeiteten die Grünen daran, dem ersten grünen Ministerpräsidenten Deutschlands einen weiteren hinzuzufügen, sagte Özdemir und verwies damit auf die Kandidatur von Renate Künast für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.
dapd
