Der künftige deutsche EU-Kommissar und scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) fühlt sich nach eigenem Bekunden für sein neues Amt "gut vorbereitet".
Oettinger fühlt sich für sein EU-Amt "gut vorbereitet"
Sein Ressort Energie sei nicht Neuland für ihn, sondern auf Landesebene stets ein Thema eines jeden Abgeordneten, eines jeden Wirtschafts- und Umweltministers und CDU-Chefs, sagte Oettinger. Diese Erfahrung bringe er mit. Zudem habe er vor seiner Vorstellung am 14. Januar im Europäischen Parlament in Brüssel Gespräche mit zahlreichen Spitzenbeamten der Regionaldirektionen und Abgeordneten geführt.
Warum er gegenüber der EU angekündigt habe, seinen Aktienbestand zum 1. Februar aufzulösen, begründete Oettinger damit, dass es ihm "schlichtweg zu mühselig" sei, seine fünf, sechs kleinen Aktienpakete im Wert von unter 100.000 Euro insgesamt angeben zu müssen. "Ich fühle mich in jeder Hinsicht für jedes Amt unabhängig", betonte er. Er sei auch in den letzten Jahren unbestechlich und unparteiisch gewesen. "Dies werde ich auch fortführen", sagte er.
Am Donnerstag werde er um 8.40 Uhr im Parlamentsgebäude erwartet, kündigte er an. Dort werde er bis zu seiner Anhörung ab 9 Uhr im Wartezimmer nachschauen, "ob die Krawatte sitzt und ansonsten alles optisch passt", sagte Oettinger. Im Sitzungssaal werde im Rahmen des vorgegebenen Drei-Stunden-Takts wie üblich in der Heimatsprache Rede und Antwort stehen und zuvor eine kurze Einführung geben.
Der designierte deutsche Kommissar muss noch in Brüssel vom Europäischen Parlament bestätigt werden. Die Anhörungen der 26 Kandidaten hatten am Montag begonnen und dauern bis zum 19. Januar. Die Wahl soll am 20. Januar im Europäischen Parlament erfolgen.
ddp
