Die öffentlichen Haushalte haben 2010 ein Finanzierungsdefizit von 77,9 Milliarden Euro überbrücken müssen. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben der Etats von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen lag aber um 28,9 Milliarden Euro unter dem Wert von 2009, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Öffentliches Finanzierungsdefizit gesunken
Die Einnahmen stiegen 2010 um 3,0 Prozent auf 1.049,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben blieben mit einem Volumen von 1.127,7 Milliarden Euro (+ 0,1 Prozent) fast unverändert.
Der Rückgang des Finanzierungsdefizits war laut Statistikamt maßgeblich auf den Überschuss der gesetzlichen Sozialversicherung in Höhe von 2,9 Milliarden Euro zurückzuführen. 2009 war hier noch ein Defizit von 14,7 Milliarden Euro verzeichnet worden.
Das Finanzierungsdefizit des Bundes lag 2010 mit 50,1 Milliarden Euro um 5,8 Milliarden Euro unter dem Fehlbetrag des Vorjahres. Hauptgrund war das deutlich gesunkene Defizit des Finanzmarktstabilisierungsfonds. Das Minus der Länder ging um 6,1 Milliarden Euro auf 23,0 Milliarden Euro zurück. Demgegenüber stieg das Finanzierungsdefizit der Kommunen um 0,5 Milliarden Euro auf 7,7 Milliarden Euro.
dapd