Konjunktur OECD senkt Wachstumsprognose für Euroraum

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognosen für den Euroraum, Großbritannien und Japan gesenkt, jene für die USA aber angehoben.

OECD senkt Wachstumsprognose für Euroraum

Wie die OECD mitteilt, rechnet sie damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums 2008 um 1,3 Prozent steigen wird. Im Juni hatte sie noch einen Anstieg von 1,7 Prozent prognostiziert.

Die OECD äußerte sich besorgt über die Inflationsentwicklung. Ein starker grundlegender Inflationsdruck mache Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Stützung des Wachstums in nächster Zeit unwahrscheinlich. Um den Inflationsdruck unter Kontrolle zu halten, könnte eine weitere Zinserhöhung notwendig werden. Der amtierende OECD-Chefvolkswirt Jorgen Elmeskov sagte, bisher habe die hohe Inflation noch nicht zu erhöhten Tarifabschlüssen geführt, dies könne aber noch passieren. Es gebe im Euroraum die Tendenz, dass höhere Preise zu höheren Löhnen führten.

Der Ausblick der Organisation für die US-Wirtschaft fällt im September optimistischer aus als im Juni. Die OECD erhöhte ihre BIP-Wachstumsprognose von zuvor 1,2 Prozent auf 1,8 Prozent und begründete dies vor allem mit der unerwartet starken Entwicklung im zweiten Quartal, die eine unmittelbare Folge des Konjunkturpakets der Regierung gewesen sei.

ddp