Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Washington von US-Präsident Barack Obama mit der höchsten zivilien Auszeichung der USA geehrt worden: Die Freiheitsmedaille, die "Medal of Freedom", wurde der Kanzlerin am Dienstagabend bei einer feierlichen Zeremonie im Rosengarten des Weißen Hauses überreicht.
Obama überreicht Merkel die Freiheitsmedaille
Washington (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Washington von US-Präsident Barack Obama mit der höchsten zivilien Auszeichung der USA geehrt worden: Die Freiheitsmedaille, die "Medal of Freedom", wurde der Kanzlerin am Dienstagabend bei einer feierlichen Zeremonie im Rosengarten des Weißen Hauses überreicht. Obama würdigte in einer Rede Merkels unermüdlichen Einsatz für das deutsch-amerikanische Verhältnis. Die CDU-Politikerin ist nach Altkanzler Helmut Kohl erst die zweite Deutsche, die mit dem Orden ausgezeichnet wurde.
Obama würdigte Merkel als "außerordentliche Führungspersönlichkeit", die Millionen Menschen auf der Welt und auch ihn inspiriert habe. Mekel bedankte sich sichtlich gerührt für die Auszeichnung und sprach von einem "wirklich sehr bewegenden Moment". Die Freiheitsmedaille sehe sie als Ausdruck der exzellenten deusch-amerikanischen Freundschaft.
Überreicht wurde Merkel die Medaille im Rahmen eines Staatsbanketts mit rund 250 geladenen Gästen, darunter auch Merkels Ehemann Joachim Sauer, Entertainer Thomas Gottschalk, die Regisseurin und Autorin Freya Klier sowie Ex-Fußballnationaltrainer Jürgen Klinsmann. Das Staatsbankett im Weißen Haus galt als eine besondere Auszeichnung für Merkel.
Weitere Gäste auf deutscher Seite waren Außenminister Guido Westerwelle, Wirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (beide FDP), Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Verteidigungsminister Thomas de Maizière und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU). Zudem wurde Merkel vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), einigen Bundestagsabgeordneten und anderen begleitet.
Es war in Obamas Amtszeit das erste "State Dinner" für einen europäischen Regierungschef, und bislang hatten den Angaben zufolge nur die Spitzen aus China, Indien und Mexiko das Privileg, mit solch mit solch hohen protokollarischen Ehren empfangen zu werden. Eine vergleichbare Einladung an einen deutschen Staatsmann hatte es bisher nur für Helmut Kohl gegeben.
Bereits nach dem Eintreffen Merkels am Montagabend in Washington hatte Obama die Kanzlerin zu einem Abendessen geladen. Am Morgen danach begrüßten Barack Obama und seine Ehefrau Michelle die deutsche Regierungschefin im Weißen Haus offiziell mit militärischen Ehren. Dabei wurden zu Ehren Merkels 19 Salutschüsse abgefeuert.
Sauer nahm an der Veranstaltung am Dienstagmorgen nicht teil. Er war getrennt nach Washington gereist und hatte zuvor unter anderem einen Vortrag an einer Universität in Detroit gehalten. Er traf erst am Nachmittag in Washington ein und wurde den Angaben zufolge auf dem Ronald Reagan Airport vom stellvertretenden Chef des Protokolls der Vereinigten Staaten von Amerika, Mark Walsh, abgeholt.
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