Die Basis der nordrhein-westfälischen SPD lehnt eine generelle Beteiligung von Nichtmitgliedern an Personalentscheidungen mehrheitlich ab. Generalsekretär Michael Groschek sagte auf einer Ortsvereinskonferenz am Samstag in Bochum: "Unser Ziel muss es sein, die SPD als Mitgliederpartei zu stärken, anstatt die Nichtmitgliederpartei zu erfinden."
NRW-SPD will Beteiligung von Nichtmitgliedern nicht blockieren
Bochum (dapd). Die Basis der nordrhein-westfälischen SPD lehnt eine generelle Beteiligung von Nichtmitgliedern an Personalentscheidungen mehrheitlich ab. Generalsekretär Michael Groschek sagte auf einer Ortsvereinskonferenz am Samstag in Bochum: "Unser Ziel muss es sein, die SPD als Mitgliederpartei zu stärken, anstatt die Nichtmitgliederpartei zu erfinden."
Auch wenn nach dem Willen der Basis in NRW weiterhin nur Mitglieder entscheiden sollen, will die Partei die umstrittene Reform nicht blockieren. So soll es beispielsweise anderen Landesverbänden ermöglicht werden, auch Nichtmitglieder in die Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Am 10. September soll es eine weitere Konferenz zu dem Thema geben.
Die Berliner SPD-Spitze will Nichtmitglieder beispielsweise bei der Entscheidung über den künftigen Kanzlerkandidaten mitbestimmen lassen. Daran hatte es scharfe Kritik aus dem mitgliederstärksten SPD-Landesverband NRW gegeben. SPD-Politiker befürchten eine Schwächung der Mitgliederpartei SPD, falls neue Aktivisten ohne Parteibuch zu viel Macht erhalten.
dapd
