Die Werkstätten in Deutschland erhalten von den Autobesitzern für die gebotene Dienstleistungsqualität noch knapp die Note "gut", wie eine repräsentative Umfrage zeigt. Trotzdem entscheiden sich Kunden meistens für die Werkstatt, bei der sie schon einmal Kunde waren und vergleichen selten die Preise.
Zwölf Prozent der deutschen Autobesitzer benoten die Leistungen der Kfz-Werkstätten mit der Note "sehr gut“. Immerhin knapp jeder Zweite (47 Prozent) vergibt noch die Note "gut". Da allerdings auch 41 Prozent der Befragten die Qualität als "befriedigend" oder schlechter einschätzen, reicht es unter dem Strich nur zu einer Gesamtnote von 2,4. Das Markforschungsinstitut Innofact hatte im Auftrag von AutoScout 24 1.035 Autobesitzer befragt.
Das Feilschen um jeden Euro ist in den Kfz-Werkstätten offenbar die Ausnahme. So gibt jeder dritte Autohalter (36 Prozent) an, die Preise von Werkstätten nicht weiter zu hinterfragen und sie nicht mit der Konkurrenz zu vergleichen. Knapp jeder Zweite (49 Prozent) holt sich zumindest ein Vergleichsangebot ein. 15 Prozent der Befragten vergleichen sogar drei oder mehr Angebote miteinander. Der Preisvergleich findet dabei in der Regel noch vor Ort in der Werkstatt (41 Prozent) oder telefonisch (28 Prozent) statt. Immerhin schon jeder Dritte nutzt das Internet, um zu vergleichen.
Qualität und Kompetenz entscheidend
Sehr wichtig oder wichtig sind den Umfrageteilnehmern bei der Auswahl des Dienstleisters die Qualität der Werkstatt-Leistung (95 Prozent) und kompetente Mitarbeiter (93 Prozent) - die Qualität der Ersatzteile, eine transparente Preisgestaltung und freundlicher Service folgen auf den weiteren Plätzen mit je 91 Prozent.
Im Schnitt Autobesucher 1,9 Mal pro Jahr eine Autowerkstatt. Bei vier von zehn Autobesitzern (39 Prozent) findet der Werkstattbesuch relativ emotionslos statt, da sie Reparaturen oder Inspektionen als normale Dienstleistungen empfinden. 28 Prozent freuen sich auf den Werkstattbesuch, weil sie danach das gute Gefühl haben, ihr Auto sei sicherer. Jeder vierte Werkstattbesucher (25 Prozent) ist allerdings unsicher, weil er nicht abschätzen kann, welche Kosten auf ihn zukommen. Besonders bei den jungen Werkstattkunden zwischen 18 und 29 Jahren herrscht diese Sorge vor (45 Prozent). sg/AutoScout24
