Landschaftliche Faszination Norwegen: Ein Gefühl von Glück

Der Norden Norwegens lässt sich vielen Schlagworten charakterisieren: "Wo Reisen süchtig machen kann", "Fjorde sind Wunder der Natur" oder "hier lockt die Weite der Bergwelt Per Gynts". Neben der landschaftlichen Faszination sind es auch die Norweger selbst, die das Reisen zum Vergnügen machen.

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    Der Gletscher Svartissen. Foto: Reibel
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    Ein Wasserfall. Foto: Reibel
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    Die Weltkugel am Nordkap. Foto: Reibel
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    Eion typisches Norwegerhaus mit Grasdach. Foto: Reibel
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    Das Zimmer von Petter Dass. Foto: Reibel

Norwegen: Ein Gefühl von Glück

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art ist die Panorama-Küstenstraße 17. Denn es lockt nicht nur das Ziel, der Polarkreis, sondern auch die typische Landschaft mit Bergen, farbigen Holzhäusern und grünen Wäldern. Und immer wieder gibt das nahe gelegene Meer ein Gefühl von Glück.

Museum für den "norwegischen Luther"

Von Sandnessjøen geht es nach Seløy Kystferie und von dort nach Alstahaus, der Wirkungs- und Wohnstätte des "norwegischen Luther", des Dichterpriesters Petter Dass. Er lebte hier von 1689 bis zu seinem Tode 1707. Ihm zu Ehren wurde ein modernes Museum gebaut, das in erster Linie die Lebensgeschichte des Reformators zeigt. Der ganze Komplex, bestehend aus Museum, einer Pfarrei aus dem 18. Jahrhundert und einer schönen mittelalterlichen Kirche, spiegelt die vielschichtige Rolle des Pfarrers Dass in der Geschichte dieser Region wieder. Wunderschön eingerichtete Zimmer im Pfarrhaus zeugen von der Wohnkultur des 17. und 18. Jahrhunderts.

Vorbei fahren wir an den "Sieben Schwestern", einer Bergkette. Hier kann man sieben Gipfel auf markierten Wegen hochsteigen, am Ziel sich in ein Buch eintragen und nach dem Abstieg eine Kontrollkarte ausfüllen. Die schickt man an die Touristen-Information in Sandnessjøen, um eine Urkunde zu erhalten. Für jeden Berg gibt es eine eigene. Aber Man sollte wissen, dass eine Tour für einen Tag genug ist.

Weiter geht es nach Mo iRana, der viertgrößten Stadt Helgelands. Auf einem Fischerboot steuern gleiten wir auf den Nordfjorden und erblicken den zweitgrößten Gletscher Norwegens, den Svartissen. Wir können sogar einen Blick auf die dort lebenden Seeadler erhaschen. Das ist aber noch nicht der Höhe- – oder besser nörddlichste Punkt unserer Bootsfahrt. Denn anschließend geht es am Nordkap-Felsen vorbei, der in 307 m Höhe mit einer Weltkugel gekrönt ist und der nördlichste Punkt Europas sein soll. Nach neueren Messungen aber ist das westliche Kap Knivskjellodden noch etwas weiter nördlich.

Berthel Reibel