"Wir müssen dafür sorgen, dass unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse die Regel sind" Nordrhein-Westfalen erwägt Bundesratsinitiative zu Minijobs

Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) will angesichts der "erschreckenden Zunahme" der Minijob-Angebote in Deutschland möglicherweise eine Bundesratsinitiative starten. Der SPD-Politiker kündigte am Donnerstag im Deutschlandfunk entsprechende Überlegungen seines Bundeslandes an.

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Nordrhein-Westfalen erwägt Bundesratsinitiative zu Minijobs

Köln (dapd-nrw). Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) will angesichts der "erschreckenden Zunahme" der Minijob-Angebote in Deutschland möglicherweise eine Bundesratsinitiative starten. Der SPD-Politiker kündigte am Donnerstag im Deutschlandfunk entsprechende Überlegungen seines Bundeslandes an. Dabei gehe es nicht um die Abschaffung der Minijobs, sondern um eine "strikte Neuregelung" dieses Arbeitsmarktangebots.

Die Zahl der Minijobber in Deutschland ist bis Ende September 2010 auf 7,3 Millionen angewachsen. Das sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 1,6 Millionen mehr 400-Euro-Stellen als 2003.

Schneider sagte, es müsse um die Regelung der Arbeitszeit für diese Jobs gehen. Zudem sollte Unternehmen eine Minijob-Quote vorgegeben werden. "Wir stehen für flexible Arbeitszeiten, wir müssen aber dafür sorgen, dass unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnisse die Regel sind und nicht mehr Minijobs", sagte der Minister.

dapd