Trotz des großen Einsatzes der Beschäftigten von Müller-Brot, die gemeinsam die Maschinen und Produktionshalle geputzt hatten, bleibt die Großbäckerei weiterhin geschlossen. Das Landratsamt Freising gab noch kein grünes Licht für den geplanten Produktionsstart am Mittwoch.

Nach dem Hygieneskandal und der anschließenden Insolvenz von Müller-Brot hatten die Beschäftigten und Pächter um ihre Existenz gefürchtet. Dann hieß es, dass das Filialnetz erhalten bleibt und auch die Produktion bald wieder starten kann. Alle gemeinsam hatten sie geputzt und mitangepackt, um ihre Arbeitstellen zu retten. Doch nun kam der Rückschritt. Nach der Überprüfung der Generalsanierung gibt das Landratsamt Freising den Betrieb in Neufahrn noch nicht frei.
Die Kontrolleure hatten nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa am Montag erneut "an einigen Stellen Mäusekot und tote Schaben" entdeckt. Wegen "erheblicher Zweifel an der Nachhaltigkeit der Maßnahmen" könne die Produktion nicht wieder freigegeben werden, sagte demnach Landrat Michael Schwaiger.
Produktionsstart am Mittwoch unmöglich
Eigentlich sollte die Produktion am Mittwoch wieder anlaufen. Insolvenzverwalter Hubert Ampferl hatte zudem von ersten Erfolgen bei der Suche nach einem neuen Investor berichtet. Mehr als fünf Interessenten soll es bereits geben. Doch ob diese nun immer noch bereit sind, ihr Geld in den insolventen Betrieb zu stecken, ist unklar.
Die Mitarbeiter von Müller-Brot bangen, denn ihre Gehälter sind nur noch bis Ende März über die Arbeitsagentur abgesichert. Bis dahin sollte es ursprünglich eine Lösung geben. Ampferl arbeitete darauf hin, alle 1.250 Arbeitsplätze zu erhalten. dhz