Ein Liter weniger Verbrauch als der Primastar Nissan NV300: Weniger Durst nach Diesel

Nissan hat den Nachfolger des Primastar vorgestellt. Der neue NV300 startet im November.

Kastenwagen und Kombi: Der neue Nissan NV300 ist am V-förmigen Kühlergrill von seinen baugleichen Mitstreitern zu unterscheiden. - © Nissan

Zum Finale der Uefa-Champions-League im Mai hatte Fußball-Sponsor Nissan schon einmal einen flüchtigen Blick auf den V-förmigen Kühlergrill seines neuen Transporters gewährt. Jetzt sind auf der Internationalen Automobilaus stellung in Hannover die Hüllen endgültig gefallen. Der neue NV300 soll den Primastar ersetzen, damit Nissan in der Bulli-Klasse wieder Gas geben kann.

Wie selbstbewusst die Japaner dem Marktstart des NV300 entgegensehen, zeigt sich an der fünfjährigen Her stellergarantie, die für den neuen Dreitonner geboten wird. Sie gilt bis zu einer Laufleistung von 160.000 km und erstreckt sich auch auf alle Original-Zubehörteile von Nissan. Gebaut wird der neue NV300 wie auch der Renault Trafic, der Opel Vivaro und der Fiat Talento im französischen Sandouville.

Angeboten wird der NV300 als Ka stenwagen in zwei Längen und zwei Höhen (L1H1, L1H2, L2H1 und L2H2) sowie als sechssitzige Doppelkabine und als Kombi für den Personentransport, jeweils in zwei Längen. Das Fahrge stell gibt es auf Basis der langen Variante.

Zeitgemäß: praktische Halterung fürs Tablet. - © Nissan

Schon in der kurzen Ausführung des NV300 passen laut Nissan drei Europaletten in den Laderaum, der 110 mm länger ist als beim Vorgänger und Platz für bis zu zehn 2,5 m lange Trockenbauplatten bietet. Eine Durchreiche in der Trennwand ermöglicht Ladelängen von 3,75 bzw. 4,15 m. Das Ladevolumen beträgt je nach Ausführung zwischen 5,2 und 8,6 m3.

Auf Wunsch lässt sich der Laderaum des NV300 schon ab Werk mit verschiedenen Ausbauten bestücken. Verfügbar sind unter anderem eine Innenverkleidung aus Holz, ein modulares Regalsy stem, eine LED-Deckenbeleuchtung oder bis zu 18 Haken zur Ladungssicherung sowie eine Anhängerkupplung.

Für das Cockpit verspricht Nissan „Kabinenkomfort auf Pkw-Niveau“. Dazu soll vor allem der höhenver stellbare Komfort-Fahrersitz mit Lordosestütze und Armlehne beitragen. Zudem sollen variable Bürolösungen wie Halterungen für Smartphones, Tablets oder Notebooks den Insassen die Arbeit erleichtern. Die Staufächer in der Fahrerkabine bieten zusammen ein Volumen von 89 l. Für gute Sicht sollen serienmäßig Weitwinkel-Außenspiegel sorgen. Ausgewählte Modelle werden sogar mit einem Totwinkelspiegel in der Sonnenblende des Beifahrers ausgerü stet.

Beim Antrieb vertraut Nissan auf den aus dem Qashqai und X-Trail bekannten 1,6-l.-Dieselmotor, der in vier Leistungsstufen mit 95, 120, 125 und 145 PS zu Wahl steht. Über die gesamte Baureihe hinweg sei der Kraftstoffverbrauch gegenüber dem Primastar um durchschnittlich einen Liter gesunken. Als besonders effizient empfiehlt Nissan den Ka stenwagen mit 125 PS, der sich im Eco-Modus mit 6,0 l/100 km Diesel begnügt und nur 155 g/km CO2 ausstößt. ste