Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander wirbt dafür, die Frage der Endlagerung von Atommüll unter neuen Vorzeichen zu diskutieren. "Dabei muss auch erörtert werden, ob eine oberirdische Lagerung der Abfälle für 100 bis 150 Jahre in Betracht käme", sagte der FDP-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".
Niedersachsen auch für Prüfung von oberirdischer Atommülllagerung
Hannover (dapd). Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander wirbt dafür, die Frage der Endlagerung von Atommüll unter neuen Vorzeichen zu diskutieren. "Dabei muss auch erörtert werden, ob eine oberirdische Lagerung der Abfälle für 100 bis 150 Jahre in Betracht käme", sagte der FDP-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".
Die Bundesregierung sollte diese Variante prüfen, sagte Sander. Eine solche Aufbewahrung böte die Chance, den Abfall bei einem späteren wissenschaftlichen Fortschritt in einigen Jahrzehnten womöglich als Energieträger zu nutzen.
Nach Sanders Worten ist der Abschluss der Erkundung des Salzstocks in Gorleben unbedingt nötig. Dies sei schon aus rechtlichen Gründen erforderlich, weil es eine Option auf einen Endlagerstandort geben müsse. Daneben jedoch empfiehlt der Umweltminister Alternativen: So sollten sich alle Bundesländer für die Frage öffnen, ob es zu Gorleben Alternativen gibt, etwa die Lagerung in Tonschichten.
Maßgeblich für die Prüfung solle die Einschätzung sein, dass ein Endlager nicht für die Ewigkeit den Müll einschließen müsse, wie es das Konzept in Salzgestein wie in Gorleben vorsieht. Angepeilt werden sollten vielmehr kürzere Zeiträume, die jedoch einige hundert Jahre umfassen könnten.
dapd
