Der Bundesentwicklungsminister legte Homburger nahe, den Fraktionsvorsitz abzugeben Niebel für Brüderle an der Fraktionsspitze

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel spricht sich für die Wahl von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle zum Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion aus. "Rainer Brüderle ist ein Politprofi, der sich in unterschiedlichsten Positionen durch Leistung bewiesen hat. Natürlich könnte er auch die Bundestagsfraktion führen", sagte Niebel dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstagausgabe).

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Niebel für Brüderle an der Fraktionsspitze

Hamburg (dapd). Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel spricht sich für die Wahl von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle zum Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion aus. "Rainer Brüderle ist ein Politprofi, der sich in unterschiedlichsten Positionen durch Leistung bewiesen hat. Natürlich könnte er auch die Bundestagsfraktion führen", sagte Niebel dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstagausgabe). Die Fraktion will an diesem Dienstag auf ihrer Klausur in Berlin eine neue Führung beschließen.

Niebel fügte hinzu: "Mit Philipp Rösler als Parteivorsitzender, der zugleich an der Spitze des Wirtschaftsministeriums stehen könnte, und Rainer Brüderle als Fraktionsvorsitzender würde sich die FDP in den Ergebnissen des Regierungshandelns stärker wiederfinden als bisher."

Niebel legte Birgit Homburger nahe, den Fraktionsvorsitz abzugeben. "Sollte Frau Homburger freiwillig auf den Fraktionsvorsitz verzichten, würde die Partei ihr das hoch anrechnen. Sie würde dem neuen Parteivorsitzenden einen starken Start ermöglichen - und sicherlich die Möglichkeit bekommen, für die FDP an führender Stelle zu wirken", sagte Niebel.

Die baden-württembergische FDP-Landesgruppe im Bundestag stellte sich am Montagabend hinter Homburger. Wie die Nachrichtenagentur dapd aus Fraktionskreisen erfuhr, befürworteten die Mitglieder der Landesgruppe einstimmig eine erneute Kandidatur Homburgers als Fraktionschefin. Homburger war am Wochenende in Baden-Württemberg nur knapp als Landesvorsitzende bestätigt worden. Sie ist nach dem Wahldebakel der Liberalen in ihrem Bundesland und in Rheinland-Pfalz in der Partei umstritten.

Brüderle hat sich nach Angaben aus Parteikreisen bereit erklärt, sein Amt aufzugeben und die Nachfolge Homburgers anzutreten. Voraussetzung sei aber, dass die 46-Jährige nicht mehr kandidiere, hieß es am Rande der Fraktionsklausur in Berlin.

dapd