FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht seine Partei nicht als Verlierer der Koalitionsbeschlüsse zum Atomausstieg. "Wenn Sie in der Regierung Kompromisse machen, ist nicht jeder Kompromiss sofort eine Niederlage", sagte Brüderle am Montag im Bayerischen Rundfunk. "Was wir wollten, ist ein Korridor". Diese Ziel sei erreicht worden, da der Ausstieg in drei Stufen erfolge.
"Nicht jeder Kompromiss ist sofort eine Niederlage"
München (dapd). FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht seine Partei nicht als Verlierer der Koalitionsbeschlüsse zum Atomausstieg. "Wenn Sie in der Regierung Kompromisse machen, ist nicht jeder Kompromiss sofort eine Niederlage", sagte Brüderle am Montag im Bayerischen Rundfunk. "Was wir wollten, ist ein Korridor". Diese Ziel sei erreicht worden, da der Ausstieg in drei Stufen erfolge.
Insgesamt habe sich die Koalition auf einen "machbaren, nachvollziehbaren Weg" verständigt. Zu diesem gehörten auch die Maßnahmen zum Netzausbau, zum Neubau fossiler Kraftwerke oder zur Förderung der Gebäudeeffizienz.
Stromkunden müssten jedoch aufgrund der Maßnahmen mit "Preisanpassungen" rechnen, sagte Brüderle weiter. Das Plus werde aber moderat ausfallen.
Union und FDP hatten sich in der Nacht zu Montag darauf geeinigt, bis spätestens 2022 alle Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz zu nehmen.
dapd
