Personal + Management -

Finanzierung von Werkzeug Nicht immer nur auf Kredit: Werkzeugsysteme klüger finanzieren

Die meisten Unternehmen finanzieren Werkzeugsysteme und technisches Gerät per klassischem Kredit. Dies ist aber nicht immer die optimale Lösung. Leasing und Mietkauf sind oftmals bessere Alternativen – und eine Prüfung lohnt sich.

Das Handwerk hat goldenen Boden, heißt es, und auch dem Mittelstand geht es im Augenblick blendend. Beides wird sich in Zukunft voraussichtlich nicht ändern, aber gerade deshalb sollten sich Unternehmen jetzt Gedanken über eine sinnvolle Finanzierung ihrer Maschinen und Werkzeugsysteme machen. Denn moderne Technik ist teuer und wer in guten Zeiten an diesem Punkt klug entscheidet, kann Geld sparen und gleichzeitig technisch auf dem neuesten Stand bleiben.

Leasing oder Mietkauf?

Trotz der derzeit oftmals guten Konditionen ist der klassische Firmen- und Betriebsmittelkredit nicht immer die optimale Lösung, um eine neue Drehbank, CNC-Maschine oder Fräse zu finanzieren. Eine Alternative stellt das Leasing dar. Ein Vorteil davon ist, dass die Maschinen und Werkzeuge durch Leasing immer auf dem neuesten Stand der Technik gehalten werden können, während die eigene Liquidität und die Bonität geschont wird. Dazu kommt eine hohe Planungssicherheit mit bei Vertragsabschluss detailliert vorliegenden Kosten – Überraschungen ausgeschlossen.

Eine beliebte Alternative zum Leasing ist der Mietkauf. Dabei gehen die Fräsen, Schweißroboter, mechanischen Pressen oder andere Werkzeugsysteme direkt in das Eigentum der Unternehmen über. Das heißt, dass sie auch nach dem Ende der Laufzeit automatisch im Eigentum verbleiben. Damit eignet sich der Mietkauf besonders für Geräte und Werkzeuge, die besonders umfangreich zu planen, langlebig und wertbeständig sind.

Digital denken und vergleichen

Aber es spielt keine Rolle, ob Leasing oder Mietkauf: Die Entscheidung über die richtige Finanzierungslösung sollte nicht übers Knie gebrochen werden. Zahlreiche Faktoren müssen überblickt werden: Laufzeit, Lieferung, Wartung der Objekte und mehr. Aus diesem Grund lohnt es sich, möglichst viele Anbieter miteinander zu vergleichen. Laut einer Umfrage von Compeon vergleichen die meisten Handwerksbetriebe lediglich zwei bis drei unterschiedliche Angebote. Ob da wirklich das bestmögliche Angebot bei ist, ist unwahrscheinlich.

Eine Alternative stellen deshalb Online-Vergleichsanbieter dar. Auf deren Seiten können Angebote zahlreicher Finanzierer detailliert und vor allem schnell verglichen werden. Auf diese Weise erhalten Handwerksbetriebe schnell einen umfangreichen Überblick über bestmöglich passende Angebote – und können die gewonnene Zeit für das nutzen, was sie am besten können: ihrem Handwerk nachgehen.

Der Autor

Nico Peters

Dr. Nico Peters ist Geschäftsführer der Compeon GmbH, produkt- und anbieterunabhängiger Full-Service-Dienstleister für Mittelstandfinanzierung.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten