Nicht alle Betriebe mögen die Prämie

Verband erwartet mehr Umsätze

Nicht alle Betriebe mögen die Prämie

Kfz-Mechanikermeister Thomas Meier hält nichts von der Umweltprämie. „Als Inhaber einer freien Werkstatt bin ich dagegen“, sagt der Inhaber von Auto Service München, „durch die Prämie wird den Werkstätten ihr tägliches Brot genommen. Bei jeder Reparatur fragen mich die Kunden nach den Kosten und ob es sich nicht lohnen würde, besser abzuwracken und ein neues Auto zu kaufen.“ Durch die Prämie habe er momentan Einbußen zwischen 20 und 25 Prozent. Andere Autohändler befürchten, dass die Prämie nur ein Zwischenhoch bedeute. Denn die Käufer hätten eh ein neues Auto kaufen wollen und haben den Kauf infolge der Prämie nur vorgezogen. Der große Einbruch käme dann am Jahresende.

Helmut Blümer, Pressesprecher des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), sieht die Prämie dagegen rundum positiv. Im Zusammenhang mit der Umweltprämie seien bis jetzt bereits 200.000 Verkäufe getätigt worden, sagte ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme gegenüber der Zeitschrift „Autohaus“. Blümer erwartet demzufolge letztlich auch mehr Umsätze für die freien Werkstätten. Das sei im Service lediglich mit leichtem Zeitverzug spürbar. Denn die Klientel, die die Umweltpräme jetzt nutze, sei vom Gewerbe zum großen Teil noch gar nicht erschlossen. Der Fahrzeugverkauf und die nachfolgende Wartung der Autos bringe den Werkstätten neue Kundschaft. Das Kfz-Gewerbe insgesamt erwarte spürbare Impulse beim Service im zweiten Halbjahr. fm