Altersgerechtes Wohnen Neustart für Förderung: Zuschuss für barrierefreien Umbau

Die Bundesregierung legt das Förderprogramm für altersgerechtes Wohnen neu auf. Der Handwerksverband ZVSHK begrüßt die Entscheidung, kritisiert die bereitgestellten 50 Millionen Euro jedoch als völlig unzureichend.

Im Alter wird die eigene Wohnung schnell zum täglichen Hindernis. Ab 2026 soll der barrierefreie Umbau wieder von der KfW gefördert werden. Der Zentralverband SHK sieht die Fördermittel aber als eindeutig zu wenig an. - © lephone - stock.adobe.com

Der alters- und barrierefreie Umbau soll nach den Haushaltsplänen der schwarz-roten Koalition im kommenden Jahr wieder gefördert werden. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima begrüßt die Entscheidung. "Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass das Thema barrierefreies und altersgerechtes Bauen wieder stärker in den Fokus des Bundes rückt", sagte Michael Hilpert, Präsident des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Gleichzeitig warnte der Verband vor einer Unterfinanzierung des KfW-Förderprogramms "Barrierereduzierung – Investitionszuschuss" (455-B). Nach Angaben des Bundesbauministeriums stehen jetzt 50 Millionen Euro für 2026 zur Verfügung.

Hilpert fordert langfristig angelegte Förderung

Nach Einschätzung des ZVSHK reichen die 50 Millionen allerdings nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken und Planungssicherheit zu gewährleisten. Der Verband erinnerte daran, dass in früheren Jahren die Fördermittel von jährlich 75 Millionen Euro im Programm "Altersgerecht Umbauen" regelmäßig schon zur Jahresmitte ausgeschöpft waren. "Wir benötigen dringend eine verlässliche, angemessen ausgestattete und langfristig angelegte Förderung", sagte Hilpert. Angesichts dieser Erfahrungen habe der Verband ursprünglich 150 Millionen Euro gefordert.

Verband will weiter auf mehr Geld drängen

Der ZVSHK kündigte an, bei Bundestag und Bundesregierung weiterhin auf eine bedarfsgerechte und nachhaltige Finanzierung zu drängen. "Barrierefreie Badezimmer sind keine Komfortfrage, sondern eine soziale Notwendigkeit", sagte ZVSHK-Präsident Hilpert. Ohne ausreichende Mittel drohten Wartezeiten, ein Investitionsstau und eine mangelnde Versorgungssicherheit für Millionen Menschen.