Die neue Spinter-Generation von Mercedes-Benz steht in den Startlöchern. Neben den fünf Assistenzsystemen, die zur Fahrsicherheit beitragen sollen, positioniert sich das neue Modell vor allem mit Wirtschaftlichkeit. Für Handwerker und Kleinunternehmer nicht uninteressant.
Christoph Ledder
Die Hausaufgaben scheinen beim Sprinter gemacht zu sein. Ob Pritsche, Kombi oder Kastenwagen - die neue Sprinter-Generation präsentiert sich nicht nur mit einer aufgefrischten Front aus gelochten Kühlerlamellen und höherstehender Motorhaube, sondern vor allem mit Motoren der künftigen Abgasstufe Euro VI mit einem Verbrauch von 6,3 Liter pro100 Kilometer. Das entspricht einer CO2-Emmission von etwa 165 Gramm pro Kilometer.
Bei einer Fahrt über 40.000 Kilometer lassen sich laut Daimler etwa 600 Euro einsparen. Auch die Wartungsintervalle werden sich bei der neuen Sprinter-Generation ändern. Zwischen den einzelnen Sicherheitschecks liegen jetzt 60.000 Kilometer.
Abgesenktes Fahrwerk
Neu beim Sprinter ist eine Fahrwerkabsenkung um etwa 30 Millimeter. Der niedrigere Luftwiderstand trägt ebenfalls zu einem geringen Verbrauch bei. Gleichzeitig steigert die Absenkung durch einen tieferen Schwerpunkt spürbar die Fahrdynamik und die Lenkpräzision bei zügiger Kurvenfahrt.
Seite 2: Die neue Sprinter-Generation mit Schaltvariationen und wichtigem Sicherheitsassistenten
Darüber hinaus hat die Absenkung mit Blick auf die Einstiegshöhe und Ladekante vor allem für Handwerker große Vorteile, denn das Be- und Entladen wird erheblich erleichtert. Die Fahrzeugabsenkung basiert auf einer neuen Abstimmung von Federung und Dämpfung, ohne den Fahrkomfort zu beeinträchtigen.
Manuell - und Automatikschaltung
Der neue Sprinter ist sowohl mit Automatik als auch mit Handschaltung erhältlich. Das Sechsgang-Schaltgetriebe ECO Gear soll laut Hersteller noch wirtschaftlicher und effizienter arbeiten. Ebenso auf Kraftstoffökonomie ausgerichet ist das in einem Transporter mit sieben Schaltstufen befindliche Automatikgetriebe 7G-Tronic. Premiere im Sprinter-Segment feiert aber nicht nur die automatische Siebengangschaltung, sondern auch die gekoppelte ECO Start-Stopp-Funktion.
Mercedes Benz Sprinter_2Seitenwind-Assistent
Premiere für Transporter hat im neuen Sprinter der Seitenwind-Assistent, der gleich zur Serienausstattung gehört, zunächst aber nur für die geschlossenen Varianten bis 3,5 Tonnen zu haben ist. Weitere Modelle sollen allerdings folgen.
Der Seitenwind-Assistent kompensiert die Einflüsse von Windböen auf das Fahrzeug im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten vollständig.
Seite 3: Die Reduzierung des Windeinflusses
Das erforderliche Gegenlenken bei plötzlichen Böen wird reduziert und der Fahrer somit entlastet. Der Seitenwind-Assistent baut auf das serienmäßige elektronische Stabilitätsprogramm ESP auf und wird ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h aktiviert.
Der auf Sensortechnik beruhende Fahrassistent bremst gezielt einzelne Räder auf der dem Wind zugewandten Seite ab. Dies hat einen Lenkeffekt zur Folge und wirkt einem Abdriften des Fahrzeugs durch Gier- oder Drehbewegung entgegen. Der Seitenwind-Assistent unterstützt den Fahrer bei plötzlich starkem Seitenwind auf Brücken oder beim Überholen von LKW.
Mit diesen und vier anderen Assistenten, die das Innenleben des neuen Mercedes-Benz Sprinters ausmachen, ist er ab September erhältlich. Allerdings liegen noch keine Preislisten vor. Aussagen darüber können von MercedesBenz derzeit nicht getroffen werden.

