Zentralverband Sanitär Heizung Klima/Gebäude Neuer Heizungs-Check soll mehr Umsatz bringen

Nach einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr setzt das Heizungs-, Sanitär- und Klimahandwerk 2008 verstärkt auf Service und Wartung. Von Karin Birk, Berlin

Neuer Heizungs-Check soll mehr Umsatz bringen

So will die Branche mit dem neu entwickelten Heizungs-Check eine Marktoffensive starten und die Marktblockade bei der Heizungsmodernisierung aufbrechen, wie Bruno Schliefke, Präsident des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima/Gebäude und Energietechnik (ZVSHK), sagte. Das einstündige, standardisierte Prüfverfahren soll eigens geschulten Heizungshandwerker Energie vergeudende Schwachstellen einer Heizungsanlage aufzeigen und den Betreibern Modernisierungsmaßnahmen vorschlagen. „Vom Heizungs-Check versprechen wir uns für die nächsten Monate ein deutliches Plus in den Auftragsbüchern unserer Betriebe.“ Auch habe ein Pilotprojekt in Hessen das Interesse der Kunden an dem einstündigen, rund 100 Euro teuren Check bestätigt.

Stimmung trübt sich etwas ein

Wie Schliefke weiter sagte, zeigt die traditionelle Frühjahrsumfrage des Verbandes unter rund 1.000 ausgewählten Fachbetrieben eine „leichte Stimmungseintrübung“. So sei der Geschäftsklima-Indikator als Saldo aus positiven und negativen Antworten im Zeitraum von sechs Monaten von 12,3 auf 9,3 Prozent gesunken. Dabei sei die Stimmung in den alten Bundesländern mit Plus 12,4 Prozent aber deutlich besser als die in den neuen Ländern mit Minus 4,0 Prozent.

Auffallend positiv bewerteten die Unternehmen die Geschäftserwartungen im Geschäftsfeld Service und Wartung. Ingesamt hofft der Verband, im laufenden Geschäftsjahr die Umsätze der rund 50.000 Betriebe zu stabilisieren und eine „schwarze Null“ zu schreiben. 2007 waren die Umsätze um 1,3 Milliarden Euro auf 24,4 (Vorjahr: 25,7) Milliarden Euro gesunken.

Scharfe Kritik an der geplaneten Neuregelung des Schornsteinfegerwesens

Verbandshauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach sagte, dass der Gesetzentwurf rund 10.000 Arbeitsplätze im Heizungsbauerhandwerk gefährde. Denn nach der Gesetzesnovelle sollen Schornsteinfeger künftig auch in das Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft einsteigen können, während das Monopol der Schornsteinfeger durch einen Übergangszeitraum von sieben Jahren faktisch verlängert werde. „Das ist eine einseitige Bevorteilung eines Marktpartners durch die Politik“, sagte er und forderte entsprechende Änderungen.