Die Hochschule München hat gemeinsam mit der Hochschule Ingolstadt die bundesweite Ausschreibung für das Konzept "Offene Hochschule Oberbayern" gewonnen. In Kooperation mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern wird als Pilotprojekt und zentraler Teil des Konzepts der berufsbegleitende Bachelorstudiengang "Unternehmensführung" konzipiert.
Jens Christopher Ulrich

Der Studiengang soll vor allem Meistern und Betriebswirten (HWK) durch seine berufsbegleitende und praxisorientierte Ausrichtung den Zugang zu einer Hochschulausbildung erleichtern. Abhängig von der Vorqualifikation können sie zügig den akademischen Grad "Bachelor of Arts" erwerben.
Speziell auf Handwerksmeister ausgelegt
Die Weiterbildung zum Meister und die Zusatzqualifikation zum Betriebswirt (HWK) sollen mit jeweils maximal drei Semestern auf das elf Semester umfassende, berufsbegleitende Studium angerechnet werden können. Start des Studiengangs ist zum Wintersemester 2012/2013.
"Es entsteht ein Studiengang, der inhaltlich speziell auf die Belange von erfolgreichen Handwerksmeistern und Betriebswirten (HWK) ausgelegt ist", betont Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Während der Projektphase wird der Studiengang vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis zum Jahr 2015 gefördert. In den kommenden Wochen informieren Handwerkskammer und Hochschule im Rahmen von Veranstaltungen in ganz Oberbayern zum neuen Studiengang. Die Termine werden im Internet unter hwk-muenchen.de bekannt gegeben.
Neben dem Bachelorstudiengang "Unternehmensführung" besteht für Meisterinnen und Meister seit zwei Jahren auch der uneingeschränkte Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. Das bedeutet, dass sie grundsätzlich an jeder bayerischen Fachhochschule und Universität jedes beliebige Fach studieren dürfen. Damit existiert eine Vielzahl von Karrierewegen für Handwerker auch ohne Abitur.
Qualifizierung im Handwerk wird immer wichtiger
Der Präsident der Hochschule München, Prof. Dr. Michael Kortstock, erklärt: "In den kommenden Jahren wird es eine der zentralen Aufgaben von Hochschulen sein, eine kontinuierliche Weiter-, Um- und Neuqualifizierung von Arbeitskräften auf akademischem Niveau bereitzustellen." Bislang sind laut Kortstock nur wenige qualifizierte Berufstätige sowie andere nichttraditionelle Studierendengruppen an den Hochschulen und Universitäten vertreten.
Weitere Auskünfte zum Bachelorstudiengang: "Unternehmensführung" gibt es bei der Hochschule München, Karolina Engenhorst, E-Mail: karolina.engenhorst@hm.edu und bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Christian Gohlisch, E-Mail: christian.gohlisch@hwk-muenchen.de .