Mobilität + Transport -

Autofahrer-Klischees Neue Studie über das Image von Automarken: Das sind die Klischees

Am Wackeldackel auf der Hutablage erkennt man den Mercedes-Fahrer. Auch der Opel-Popel-Fahrer hat seinen Ruf weg. Welches Image die Automarken heute haben, zeigt eine neue Studie.

Ob Mercedes oder BMW ist keine Frage der Technik oder Ausstattung - es ist eine Glaubensfrage. Ein Mercedes muss weiß sein und fährt sich nur mit Wackeldackel gut. Die junge Mini-Fahrerin düst hingegen freudestrahlend durch die Stadt. In einer Studie zeigt die Unternehmensberatung Progenium, welche Klischees den Automarken immer noch anhängen.

Mercedes-Fahrer wirken spießig

In der repräsentativen Umfrage galten Mini-Fahrerinnen als weltoffen, attraktiv, fröhlich und nach Meinung der Befragten zu 92 Prozent als weiblich. Mercedes-Fahrer haben es da schon schwerer. Zwar glaubten viele, dass diese einen mittleren bis hohen beruflichen Status genießen. Gleichzeitig hielt der überwiegende Teil der Befragten sie aber auch für spießig, arrogant und ernst.

Auch die Fahrer der Marken BMW, Audi, Porsche, Jaguar oder Ferrari kommen bei der Studie nicht besser weg. Nicht nur, dass sie ebenfalls als arrogante, ernste Spießer gelten - die Befragten schrieben ihnen außerdem ein geringes Umweltbewusstsein zu.

Jaguar-Fahrer gelten als wohlhabend

Auch das Einkommen meinten die Befragten am Auto ablesen zu können: Während Mini-Fahrerinnen augenscheinlich durchschnittlich 2.200 Euro verdienen, wurde Mercedes-Fahrern ein monatliches Einkommen von 3.400 Euro unterstellt, Ferrari-Fahrern sogar eines von 18.100 Euro. Das höchste Einkommen wird jedoch Jaguar-Fahrern nachgesagt. Und auch was den beruflichen Erfolg angeht, stehen Jaguar-Fahrer nach Ansicht der Befragten ganz vorne auf Platz eins.

Tesla-Fahrern sagten die Befragten zwar ebenfalls ein hohes Einkommen von 4.700 Euro monatlich nach. Unter den hochpreisigen Marken ist Tesla jedoch die einzige, deren Fahrern positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Sie gelten als überdurchschnittlich weltoffen, sportlich, attraktiv und umweltbewusst.

Toyota hat ein besonders gutes Image

Insgesamt schnitten die Marken etwas besser ab, die in der Vorstellung der Befragten hauptsächlich von Frauen gefahren werden: Die Fahrer(innen) von Seat, Peugeot, eines Fiats oder Smarts wirken auf ihre Umwelt im Vergleich weltoffener und fröhlicher. Toyota-Fahrer stehen ebenfalls ganz hoch im Kurs. Sie sind angeblich umweltfreundlich, weltoffen, bescheiden und fröhlich. Beinahe traurig sieht dagegen das Image der Opel-Fahrer aus: spießig, unsportlich, dick und ernst.

Opel-Fahrer müssen sich dennoch nicht verstecken und Audi-Fahrer sich nicht als Rüpel beschimpfen lassen. Die Autoren der Studie stellen selbst fest, dass die Klischees nicht unbedingt mit der Realität übereinstimmen. So schätzten die Befragten 76 Prozent der Fahrer als schlank ein, während tatsächlich über die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig ist.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten