CDU-Politiker für Komplettumzug des Verteidigungsressorts nach Berlin Neue Standortdiskussion

Der CDU-Verteidigungsexperte Ernst-Reinhard Beck fordert mit Blick auf die Bundeswehrreform einen kompletten Umzug des Verteidigungsministeriums nach Berlin. Beck sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Reform muss Anlass sein, die Standortfrage neu zu diskutieren und über einen kompletten Ministeriumsumzug von Bonn nach Berlin nachzudenken. Zwei Standorte kosten nur viel Zeit und viel Geld."

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Neue Standortdiskussion

Berlin (dapd). Der CDU-Verteidigungsexperte Ernst-Reinhard Beck fordert mit Blick auf die Bundeswehrreform einen kompletten Umzug des Verteidigungsministeriums nach Berlin. Beck sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Reform muss Anlass sein, die Standortfrage neu zu diskutieren und über einen kompletten Ministeriumsumzug von Bonn nach Berlin nachzudenken. Zwei Standorte kosten nur viel Zeit und viel Geld."

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) will im eigenen Ministerium 2.000 Stellen streichen. Nach Informationen der Zeitung gibt es im Ministerium bereits Überlegungen, noch größere Teile als bisher auf Berlin als Standort zu konzentrieren.

Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagausgabe) sagte Beck: "Ich bin davon überzeugt, dass wir um eine Bündelung des Ministeriums am Standort Berlin mittelfristig nicht herumkommen." Dies sei nicht nur eine Frage der "Behördeneffizienz", betonte Beck. Auch aus Sicht der Steuerzahler seien zwei Standorte auf Dauer schwer verständlich.

Auch Steuerzahler-Präsident Karl Heinz Däke forderte die Aufgabe des Bonner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums. Nach seinen Angaben kosten allein die Reisen der Mitarbeiter des Ministeriums zwischen den beiden Dienstsitzen pro Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro. Deutschland sei das einzige Land, das sich den Luxus zweier Regierungssitze leiste.

dapd