Blitzer auf Autobahnen Neue Radarfallen gegen Autobahn-Raser

Für Verkehrsrowdys wird es eng. Neue Radarfallen werden ihnen künftig das Leben und vor allem das Rasen schwer machen. Offen bleibt, wo die Super-Blitzer stehen.

Radarfallen sollen Autobahn-Rasern das Leben schwer machen. - © Foto: Malcolm Boyd/fotolia

Sie sind unauffällig und besonders präzise: Mit digitalen Radarfallen will Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den Druck auf Raser erhöhen und für mehr Verkehrssicherheit in Bayern sorgen.

Über Schilder an Autobahnbrücken

Am Montag wird das Geschwindigkeitsmesssystem TraffiStar S 330 nach einer erfolgreichen Probephase im Freistaat eingeführt. Die Super-Blitzer sollen etwa an Schilderbrücken über Autobahnen angebracht werden, teilt das Ministerium mit. Startschuss ist an der Autobahn 99 bei Aschheim bei München.

Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen und Thüringen nutzen das neue Messsystem bereits. Die Anlage bei Aschheim ist Bayerns Pilotprojekt und kostet nach Ministeriumsangaben rund 230 000 Euro .

Berechnung über Weg-Zeit-Messung

Wo weitere Super-Blitzer montiert werden sollen, steht noch nicht fest. Die TraffiStar-Anlage berechnet die Geschwindigkeit der Autos anhand der Weg-Zeit-Messung. Hierzu werden drei Drucksensoren in Abständen von einem Meter in den Fahrbahnbelag eingelassen.

Raserei ist die häufigste Ursache bei Unfällen mit Toten und Schwerverletzten. Im Jahr 2013 starben 200 Menschen auf Bayerns Straßen bei Unfällen in Zusammenhang mit überhöhter Geschwindigkeit. dhz/dpa