Erstmals können auch Halter von Transportern mit 330 Euro Zuschuss rechnen - aber nicht lange
Ulrich Steudel

Neue Kohle für Nachrüstung von Rußpartikelfiltern
Seit Anfang des Monats können wieder Anträge auf Föderung für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Rußpartikelfilter gestellt werden. Erstmals werden auch Transporter bis 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht in die Förderung - eine Einmalzahlung von 330 Euro - einbezogen. Insgesamt kostet die Umrüstung zwischen rund 500 und 850 Euro.
Doch auf die anfängliche Euphorie folgte letzte Woche die Ernüchterung, als nämlich bekannt wurde, dass die Förderung schon bald den Sparplänen der Bundesregierung zum Opfer fallen wird. Das Programm soll im kommenden Jahr nicht fortgesetzt werden, teilte das Bundesverkehrsministerium mit.
Wer in diesem Jahr noch in den Genuss des Zuschusses kommen möchte, sollte beachten, dass für Pkws und Transporter unterschiedliche Fördervoraussetzungen gelten. Diesel-Pkws müssen vor dem 1. Januar 2007 erstmals zugelassen worden sein, für Transporter gilt eine Erstzulassung vor dem 17. Dezember 2009. Wer seinen Pkw bereits im Januar dieses Jahres nachgerüstet hat, kann die Förderung rückwirkend erhalten. Transporterfahrer, die bereits nachgerüstet haben, schauen dagegen in die Röhre. Sie dürfen erst ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie am 13. Mai 2010 umrüsten, wollen sie die 330 Euro haben.
Der Zuschuss des Staates kann seit 1. Juni online beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Die dafür notwendigen Formulare stehen unter der Adresse www.pmsf.bafa.de im Internet zur Verfügung.
Das Bundesumweltministerium mahnt zur Eile. Wer sein Dieselfahrzeug nachrüsten möchte, sollte seine Pläne nicht zu lange aufschieben. Der Fördertopf von rund 50 Millionen Euro reicht nur für etwa 160.000 Nachrüstungen. Ausgezahlt werde in der Reihenfolge der beim BAFA eingegangenen vollständigen Antragsunterlagen.
Ob ein Pkw oder Transporter nachrüstbar ist, wie hoch die Kosten dafür sind und welche Feinstaubplakette das Fahrzeug schließlich erhält, darüber gibt die kostenfreie GTÜ-Datenbank Auskunft, die unter http://feinstaub.gtue.de im Internet zu finden ist.ste
Fragen zur Förderung beantworten die Mitarbeiter des BAFA montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 14.30 Uhr unter Tel. 030/346465480 (Festnetzgebühren). Weitere
Informationen finden Sie im Internet unter www.bafa.de und www.bmu.de/partikelfilter