Mehr Umweltschutz, neue Chancen Neue Kleinfeuerungsanlagenverordnung in Kraft

Für Holzheizungen, Kaminöfen und andere kleine Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe gelten neue Umweltauflagen. Damit reagiert der Gesetzgeber auf die technischen Weiterentwicklungen bei der Verringerung der Schadstoffemissionen.

Neue Kleinfeuerungsanlagenverordnung in Kraft

Laut Bundesumweltamt sieht die Verordnung Emissionsgrenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid vor, die von neuen Feuerungsanlagen, die üblicherweise im häuslichen Bereich eingesetzt werden, wie Heizungen, Kaminöfen oder Kachelofeneinsätzen ohne Staubfilter erreicht werden.

Bestehende Anlagen, für die mit Hilfe einer Herstellerbescheinigung oder durch eine Vor-Ort-Messung die Einhaltung der für diese festgelegten Grenzwerte nachgewiesen werden kann, können den Angaben zufolge unbegrenzt weiterbetrieben werden. Ist dies nicht der Fall, müssen sie ab 2014 nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Sogenannte Grundöfen, Kochherde, Backöfen, Badeöfen, offene Kamine sowie Öfen, die vor dem Jahr 1950 errichtet wurden, sind allerdings vom Sanierungsprogramm ausgenommen. Ebenfalls ausgenommen sind Öfen, die nicht als Zusatzheizungen, sondern als einzige Öfen zur Beheizung von Wohnungen oder Häusern eingesetzt werden.

Darüber hinaus sieht die Verordnung eine Beratung zum richtigen Umgang mit der Feuerungsanlage und den einzusetzenden Festbrennstoffen vor.

Betreiber von Öl- und Gasheizungen werden durch die Novelle deutlich entlastet: Die bisher jährliche Überwachung wird auf einen dreijährlichen beziehungsweise zweijährlichen Turnus umgestellt.

Daneben profitieren von der Neuregelung auch einige Handwerksbranchen wie die Schornsteinfeger, das Sanitär-, Heizungs-, Klimahandwerk sowie die Ofenbauer.

Weitere Informationen: bmu.de.

ddp/dhz