Volkswagen präsentiert den neuen Crafter mit sparsameren Motoren und modernerem Design

Neue Front mit grüner Kraft
Alles neu macht der Mai. Das alte Sprichwort hat sich wohl Volkswagen Nutzfahrzeuge zu Grunde gelegt. Alles haben die Hannoveraner zwar nicht erneuert, doch haben sie an ihrer Transporterpalette einiges verbessert. Der Caddy sowie der T5 erhielten neue Motoren, die auf der umweltfreundlichen BlueMotion-Technologie basieren. Mehr als nur ein neues Aggregat erhielt der Crafter - und das ist die eigentliche Neuheit. Der 3,5-Tonner - Volkswagens größter Transporter - wurde einer Designkur unterzogen und verspricht künftig mehr Nutzlast.
36 Jahre nach der Einführung des LT1 bringt Volkswagen Nutzfahrzeuge nun die vierte Generation auf den Markt. Seither wurde fast eine Million Fahrzeuge verkauft. Auf die nächste Million will VW nicht mehr so lange warten. Mit dem Crafter 2011 soll der Marktanteil gesteigert und der zweite Platz in Deutschland erobert werden.
Ambitionierte Ziele, die Volkswagen Nutzfahrzeuge mit seinem größten Transporter anstrebt. Um diese zu realisieren, wurde am Crafter im Vergleich zum Vormodell, das seit 2006 auf dem Markt war, einiges verändert. Die Frontpartie erscheint nicht mehr so monströs und globig. Der Kühlergrill verläuft nun horizontal und fügt sich in die gemeine VW-Design-DNA. Die neue Front lässt den Crafter tatsächlich kraftvoller und dynamischer erscheinen. Auch Sitze und Cockpit fügen sich nun in das Erscheinungsbild der übrigen VW-Modelle.
Die wesentlichsten Änderungen wurden jedoch am Herzstück, dem Motor, vorgenommen. Drei 2,0-l-Turbodiesel stehen zur Auswahl. Alle drei laufen bereits im T5 und Amarok, wurden für den Crafter aber weiter optimiert. So wurde beispielsweise das Drehmoment vergrößert und der Verbrauch laut Hersteller um bis 1,7 l/100 km deutlich reduziert. Die 80 kW-Maschine erscheint auf den ersten Blick attraktiv. Doch stellte sich bei ersten Testfahrten der Deutschen Handwerks Zeitung heraus, dass das Fahrzeug mit Beladung wohl noch etwas müder sein wird, als es sich schon ohne Ladung verhält. Zu empfehlen ist daher der 100 kW oder sogar 120 kW starke Motor, mit dem Fahrspaß garantiert ist. Alle Modelle (insgesamt gibt es 36 Varianten und knapp 400 Versionen) profitieren auf jeden Fall von der Gewichtseinsparung bei den Motoren. Dadurch steigt nämlich die Nutzlast um bis zu zehn Prozent. Das entspricht bei einem Crafter mit Pritsche in etwa 90 kg. Im Vordergrund der neuen Aggregate stand bei der Entwicklung der Umweltaspekt. So ist jedes Modell mit der BlueMotion-Technologie erhältlich. Der „grüne“ Crafter ist allerdings optional und die Start-Stopp-Funktion nicht serienmäßig eingebaut. Das umweltfreundliche Aggregat gibt es ausschließlich als 100-kW-Maschine und kostet bis zu 3.000 Euro Aufpreis.
Die Grundversion des Crafters 2011 steht ab 27.410 Euro beim VW-Nutzfahrzeuge-Händler.
Fotos vom neuen VW Crafter 2011 finden Sie in einer Bildergalerie unter www.deutsche-handwerks-zeitung.de/crafter2011