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Wie die Betrüger vorgehen und was Nutzer tun können Neue Facebook-Masche: Link zu YouTube-Video ist eine Falle

"Schau dich an Thomas" – Nachrichten wie diese machen aktuell bei Facebook die Runde. Angefügt ist ein Link, der als YouTube-Video getarnt ist. In Wahrheit ist die Facebook-Nachricht eine Falle.

Ein simples "Du?", dazu der persönliche Facebook-Name und ein vermeintlicher YouTube-Link. Mit solchen Maschen locken Betrüger derzeit Facebook-Nutzer in die Falle. Wer eine entsprechende Nachricht erhält, sollte vorsichtig sein – selbst wenn der Link von einem Facebook-Freund kommt.  

Was passiert, wenn ich auf den Link klicke?

Der Text im Facebook-Messenger klingt verlockend, dennoch sollte der Empfänger auf keinen Fall auf den falschen YouTube-Link klicken. Wer der Versuchung dennoch verfällt, wird auf eine Seite weitergeleitet, die den Nutzern ihre Daten entlocken soll.

Die Betrüger nutzen dort vielfältige Methoden, um an die persönlichen Passwörter zu gelangen. So werden Betroffene beispielsweise aufgefordert, eine App zu installieren oder sich bei Facebook einzuloggen. Genau hier lauert die Gefahr. Wer jetzt seine Zugangsdaten eingibt, übermittelt seine Daten auf direktem Wege den Betrügern.  

Manche der Maschen funktionieren nur, wenn der vermeintliche YouTube-Link via Smartphone angeklickt wird. Dennoch sollten Nutzer auch am stationären PC vorsichtig sein. Es besteht die Gefahr, dass verlinkte Seiten Schadsoftware auf den Geräten der Nutzer installieren. Eine mögliche Folge: Der Virus verschickt nun Nachrichten im Namen des ursprünglichen Empfängers an dessen Facebook-Freunde.

Ich habe eine Facebook-Nachricht mit YouTube-Link erhalten: Was jetzt?

Befindet sich eine entsprechende Nachricht im Postfach des Facebook-Messengers, sollten beim Empfänger sämtliche Alarmglocken läuten. Es empfiehlt sich den Absender über einen anderen Kanal als Facebook zu kontaktieren. Weiß der Freund nichts von einer Nachricht, sollte ihm dringend geraten werden, seine Passwörter zu ändern. Wer einen Missbrauch seines Accounts festgestellt haben, sollte zudem den persönlichen Nachrichtenverlauf prüfen und Personen auf der eigenen Freundesliste informieren. Ein Gerätescan über ein Anti-Viren-Programm kann zudem helfen, möglicherweise installierte Schadsoftware zu identifizieren. fre

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