Erstmals seit 46 Jahren wird wieder nach Erdöl gesucht Neue Erdölbohrung auf Usedom erreicht Tiefe von 823 Metern

Auf der Ostseeinsel Usedom wird erstmals seit 46 Jahren wieder nach Erdöl gesucht. Dazu werde bei Pudagla mit einem Bohrturm eine Probebohrung bis in 2.680 Meter Tiefe getrieben, sagte der Projektleiter der deutsch-kanadischen Erkundungsfirma Central European Petroleum (CEP), Thomas Schröter, am Donnerstag. Nach neun Tagen Bohrbetrieb sei eine Bohrtiefe von 823 Metern erreicht worden.

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Neue Erdölbohrung auf Usedom erreicht Tiefe von 823 Metern

Pudagla (dapd-lmv). Auf der Ostseeinsel Usedom wird erstmals seit 46 Jahren wieder nach Erdöl gesucht. Dazu werde bei Pudagla mit einem Bohrturm eine Probebohrung bis in 2.680 Meter Tiefe getrieben, sagte der Projektleiter der deutsch-kanadischen Erkundungsfirma Central European Petroleum (CEP), Thomas Schröter, am Donnerstag. Nach neun Tagen Bohrbetrieb sei eine Bohrtiefe von 823 Metern erreicht worden.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich in sieben Wochen abgeschlossen werden. Mit der zehn Millionen Euro teuren Bohrung hoffe CEP auf die Erkundung und spätere Förderung von geschätzten zehn Millionen Barrel Erdöl, sagte Schröter. Ein Barrel entspricht 159 Liter.

Insgesamt will CEP zunächst vier Probebohrungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in die Tiefe bringen. Im Frühsommer war das Unternehmen mit einer Erkundungsbohrung bei Barth in Mecklenburg-Vorpommern auf Anzeichen von Öl gestoßen. Die Proben werden jetzt ausgewertet. Bei entsprechenden Erfolgsaussichten will CEP die Förderung beantragen. Zu DDR-Zeiten waren im Norden in den 60er und 70er Jahren Erdöl und Erdgas gefördert worden.

dapd