Folgen der Abschaltung der acht Atomkraftwerke erneut untersucht Netzagentur erwartet keine massiven Stromimporte

Auch bei dauerhafter Stilllegung der acht ältesten und anfälligsten Kernkraftwerke muss Deutschland nach Einschätzung der Bundesnetzagentur nicht massiv Strom importieren. Sowohl im Sommer wie auch im nächsten Winter sei ein "gerade noch ein ausreichendes erzeugungsseitiges Versorgungssicherheitsniveau" zu erwarten, erklärte die Behörde am Freitag in Bonn.

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Netzagentur erwartet keine massiven Stromimporte

Berlin (dapd). Auch bei dauerhafter Stilllegung der acht ältesten und anfälligsten Kernkraftwerke muss Deutschland nach Einschätzung der Bundesnetzagentur nicht massiv Strom importieren. Sowohl im Sommer wie auch im nächsten Winter sei ein "gerade noch ein ausreichendes erzeugungsseitiges Versorgungssicherheitsniveau" zu erwarten, erklärte die Behörde am Freitag in Bonn. Tage- oder wochenweise könne es aber sehr wohl zu Stromimporten kommen.

Die Netzagentur warnt erneut vor hohen Belastungen für das deutsche Stromnetz, falls die während des von der Regierung verhängten Atom-Moratoriums abgeschalteten Meiler nicht wieder ans Netz gehen. Vor allem für das Winterhalbjahr sei wegen höherer Stromnachfrage ein höheres Risiko einer Netzüberlastung absehbar. Die Agentur legt sich aber noch nicht fest, ob Gegenmaßnahmen erforderlich sind. Das soll noch einmal überprüft werden.

Der Strompreis hat sich nach Beobachtung der Behörde nach Beginn des Atom-Moratoriums zwar erhöht. Doch handele es sich überwiegend um einen einmaligen Preisschritt. Besondere Nervosität der Handelsmärkte sei nicht festzustellen.

Die Bundesnetzagentur bleibt bei ihrer Mahnung, "vorerst keine weiteren Kraftwerke aufgrund politischer Überlegungen vom Netz zu nehmen beziehungsweise solche Schritte erst nach sorgfältiger Abstimmung mit den Übertragungsnetzbetreibern und der Bundesnetzagentur einzuleiten".

dapd